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Ausschnitt aus KOMPASS K4297 Vorarlberg
Lizenznr: 10-0706-ILAB
Üntschen Spitze (117)
Sonntag 06.11.2005

Anfahrt: Rielasingen - Konstanz - Romanshorn - St. Margrethen - Lustenau - Dornbirn - Bödele - Schoppernau - Hopfreben

Route: Hopfreben - Häfner-Joch - Üntschen Spitze (2135m) - Häfner-Joch - Pisialpe - Schoppernau - Hopfreben

Gehzeit: ca. 6:00 h

Höhendifferenz: ca. 1460m

Distanz: ca. 17km

Die Häuser von Hopfreben liegen im Winterschlaf. Die Fensterläden sind verriegelt. So ist es auch kein Problem, einen Abstellplatz für die Autos zu finden. Die Gipfel der Berge befinden sich bis weit ins Tal in Wolken, die hie und da aufreissen. An einer kleinen Holzkapelle, die natürlich auch verriegelt ist, wandern wir auf einem Schotterweg in Richtung Norden. Nach einigen Minuten mündet der Schotterweg in eine neu hergerichtete Schotterstrasse, auf der wir in vielen langen Kehren bis zur 750 Meter höher gelegenen Vorderen Üntschenalpe hinauf laufen. Die Gipfel der umliegenden Berge zeigen leichte Schneekappen, in den wenigen Minuten, wo sie durch Wolkenlöcher sichtbar werden. Ab der Vorderen Üntschenalpe endet für uns die Schotterstrasse. Ab jetzt geht es über steile Wiesen und ausgetretene Pfade noch mal 200 Höhenmeter hinauf, bis zum Häfner-Joch. Zunächst herrscht grosses Rätselraten, ob die restlichen 160 Höhenmeter zum Gipfel lohnen. Aber wie nach ein paar Minuten Achselzucken der vermeintliche Gipfel durch die Wolken zum Vorschein kommt, marschieren wir doch los. Während die Grashänge im oberen Teil durch einen halben Zentimeter Schnee bedeckt sind, ist der schmale Pfad am Grat entlang nur nass. Der Wegweiser am Joch verspricht uns in einer halben Stunde Gipfelglück. Hinter einer Kuppe erkennen wir dann auch den wahren Gipfel mit Gipfelkreuz. Inzwischen liegt die Oberkante der Wolken knapp unter den umliegenden Gipfeln. Wegen des frischen Novemberwindes packen wir nicht lange die Vesper aus, sondern treten bald den Rückweg an. Am Häfner-Joch setzt sich der Gratweg fort in Richtung Osten. In 20 Minuten könnte man die Güntle Spitze erreichen. Wir aber zweigen nach Norden in Richtung Schoppernau ab. Jetzt verstehe ich auch, warum der Weg bei Nässe nicht empfohlen wird. Aber nach den ersten hundert Höhenmeter ist das Schlimmste geschafft, der steile und rutschige Bergpfad liegt hinter uns. Auf holprigem Pfad erreichen wir die winzige Pisialpe, wo wir windgeschützt endlich unsere Vesperbrote auspacken. Gestärkt verfolgen wir den Schotterweg entlang des Schrecksbachs, der offensichtlich die Schoppernauer schon manchmal in Schrecken versetzt hat. Am Wegesrand sind wellenförmig geschwungene Felsformationen zu beobachten. Auf der Höhe von Schoppernau führt uns ein Weg mit dem Namen "Paradiesweg" durch einen mit viel Moos bewachsenen Wald. Dort wo der Schrecksbach in die Bregenzer Ache mündet, treffen wir auf die Strasse, die nach Schröcken führt. An Rande dieser Strasse laufen wir bis zu einem kurzen Tunnel, der sich auf einem Wanderweg (alte Strassenführung) umgehen lässt. In Höhe eines winzigen Wasserkraftwerks bringt uns ein Wanderweg wieder von der Strasse weg. Die ersten Häuser von Hopfreben sind zu sehen. Es handelt sich aber erst um Vorder-Hopfreben, während unsere Autos in Hinter-Hopfreben geparkt sind. Über eine Wiese sind noch mal einige Höhenmeter zu bewältigen. Gelegentlich sehen wir tief unter uns den Verlauf der Strasse. Schliesslich erreichen wir den Ausgangspunkt der Wanderung wieder.

Bild 1: Kapelle in Hopfreben (1007m)

Bild 2: Niedere Künzel Spitze (2156m)

Bild 3: Wolken

Bild 4: Hochkünzel Spitze (2397m)

Bild 5: Hoher Ifen (2230m)

Bild 6: Üntschen Spitze (2135m)

Bild 7: Gipfelkreuz

Bild 8: Gratweg und Widderstein

Bild 9: Hoher Ifen

Bild 10: Widderstein (2533m)

Bild 11: Gebirgsstock des Kleinwalsertals

Bild 12: Blick Richtung Kanisfluh

Bild 13: Blick Richtung Süden

Bild 14: Gegenlicht

Bild 15: Kanisfluh (2044m)

Bild 16: Gratweg und Widderstein

Bild 17: Gratweg

Bild 18: Üntschen Spitze

Bild 19: Hoher Ifen

Bild 20: Schrecksbach

Bild 21: Schrecksbach

Bild 22: Herbstwald

Bild 23: Gesteinsformation

Bild 24: ohne Moos nix los

Bild 25: Tunnelausgang, Bregenzer Ache
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