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Schwalmis (230)
Sonntag 26.10.2008

Anfahrt: Rielasingen - Konstanz - Frauenfeld - Winterthur - Zürich - Afoltern - Luzern - Hergiswil - Beckenried

Route: Klewenalp - Alpstubli - Tannibiel - Stafel - Mälchgädili - Sessellift Berg - Hinterjochli - Schwalmis - Vorderjochli - Hinterjochli - Sessellift Berg - Tannibiel - Klewenalp

Gehzeit: ca. 5:30 h
Klewenalp - Alpstubli  ... 0:05 h
Alpstubli - Tannibiel  ... 0:15 h
Tannibiel - Stafel  ... 0:05 h
Stafel - Mälchgädili  ... 0:10 h
Mälchgädili - Sessellift Berg  ... 0:40 h
Sessellift Berg - Hinterjochli  ... 0:25 h
Hinterjochli - Schwalmis  ... 1:00 h
Schwalmis - Vorderjochli  ... 0:50 h
Vorderjochli - Hinterjochli  ... 0:40 h
Hinterjochli - Sessellift Berg  ... 0:20 h
Sessellift Berg - Tannibiel  ... 0:30 h
Tannibiel - Klewenalp  ... 0:30 h

Höhendifferenz: ca. 1300m

Distanz: ca. 13km


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Eine dicke Nebelschicht bedeckt den Himmel, vom Bodensee bis mitten in die Schweiz. Gäbe es keine Wettervorhersage, wären wir mit Sicherheit nicht auf die Idee gekommen, in die Berge fahren zu wollen. Dort oben soll angeblich die Sonne scheinen und gute Fernsicht herrschen. Wir glauben es.

Für 35,00 Schweizerfranken lösen wir ein Retour-Ticket für die Seilbahn von Beckenried auf die Klewenalp. Sie soll uns in weinigen Minuten in die Sonne katapultieren. Die Rechnung geht auf. Schon nach kurzer Fahrt geht ein jubelnder Freudenschrei durch die vollbesetzte Seilbahngondel. Deutlich unterhalb der Bergstation taucht die Gondel aus der Nebelschicht in die pralle Sonne heraus.

Die Nebelobergrenze liegt im Moment etwa bei 1000 Metern. Entsprechend sind alle Gipfel der näheren und weiteren Umgebung ab dieser Höhe zu sehen. Wir halten uns nicht lange bei der Bergstation auf, denn viele Andere haben sich auch auf die Meteorologen verlassen.

Der Wanderwegweiser zeigt zu unserem Tagesziel, dem Schwalmis, eine Gehzeit von 2:55 Stunden an. Selten haben wir so eine Fülle von Wanderwegweisern gesehen, die duzende von Wanderziele anzeigen.

Auf einem breiten Schotterweg geht es erst mal 15 Minuten gemütlich bergab, 75 Höhenmeter zum Tannibiel. Das gleichnamige Berggasthaus ist für den Touristenansturm schon gerüstet. Auf der sonnigen Terrasse sind Tische und Stühle aufgestellt. Den gastlichen Ort merken wir uns für die Rückkehr vor.

Der Berg, den wir besteigen wollen, sorgt dafür, dass unser Weiterweg jetzt schattig wird. Die Sonnenstrahlen schaffen es noch nicht über seinen Gipfel. Entlang eines Sessellifts, momentan ohne Sessel, steigen wir den steilen Wiesenhang hinauf, der im Winter als Skipiste dient.

Nach einer knappen Stunde erreichen wir die verwaiste Bergstation des Lifts in einer Höhe von über 1900 Meter. Wir bewundern die schrägen Gesteinsschichten des benachbarten Schinberg und geniessen den Tiefblick zur Klewenalp, deren Lage von hier aus einen exponierten Eindruck macht.

Das Buochserhorn, das wir vor zwei Wochen bestiegen haben, sehen wir schon eine ganze Weile. Inzwischen tauchen auch andere bekannte Gipfel, wie Stanserhorn, Pilatus und Rigi am Horizont auf. Der Sonnenstand ist inzwischen so hoch, dass uns die wärmenden Strahlen treffen und wir die warmen Jacken ausziehen können.

Ein schmaler, fast kurvenloser Pfad führt weiter und quert ein steiles Schotterfeld, bis hinauf zum Hinterjoch. In weniger als einer halben Stunde schaffen wir die 200 Höhenmeter bis zum leicht zugigen Joch. Für die anstrengenden Aufstieg werden wir durch einen herrlichen Blick in Richtung Osten, zum schneebedeckten Glärnisch und dem vorgelagerten Silberen belohnt.

Der Wanderwegweiser zeigt für den Aufstieg zum Risetenstock eine Gehzeit von 25 Minuten an. Wir bevorzugen statt dessen eine kleine Trinkpause. Unscheinbar sieht von hier aus der Gipfel des Schwalmis aus. Um ihn zu besteigen müssen wir jedoch zuerst ein Stückchen zur Hochebene Ober Bolgen absteigen.

Eine nackte Eisenstange erinnert an einen Wegweiser, der hier wohl irgendwann die Abzweigung zum Schwalmis anzeigte. Auf einem steilen Bergpfad steigen wir 20 Minuten durch ein Felslabyrinth in Richtung Norden auf, bis zu einem Stall, der sich bereits im Winterschlaf befindet. Der Blick ist frei über den steilen Südhang des Schwalmis.

Bis zum Berggrat steigen wir diesen steilen Wiesenhang weiter nordwärts auf. Die herrliche Aussicht über den Vierwaldstättersee lässt den Puls höher schlagen. Bei nicht Schwindelfreien könnte der Puls noch zwei Takte schneller schlagen. Ein gut ausgetretener Pfad führt entlang des Grates etwa einen halben Kilometer leicht ansteigend in Richtung Osten bis zum kreuzlosen Gipfel des Schwalmis.

Die Aussicht ist unbeschreiblich, zumal die Nebeldecke ab der Ecke Urner See - Vierwaldstättersee ganz langsam wie ein Schiebedach vom See weggezogen wird. Von der Bergstation Stockhütte dringt Blechmusik bis zu uns herauf. Da das Gipfelplateau nicht all zu viel Platz bietet, geben wir diesen nach 20 Minuten für nachfolgende Gipfelstürmer wieder frei.

Eigentlich war ein direkter Abstieg zum Vorderjochli geplant. Einen direkten, offiziellen Weg gibt es nicht und der sehr steile Wiesenhang ist nicht jedermanns Sache. Deshalb gehen wir bis zur Abzweigung bei der nackten Eisenstange den gleichen Weg zurück, den wir gekommen waren.

Quer über die Hochebene Ober Bolgen in Richtung Osten erreichen wir in etwa 30 Minuten das Vorderjochli. Auf der Wanderkarte liegen die Höhenlinien ins Färnital genauso dicht beieinander, wir vom Gipfel des Schalmis direkt zum Vorderjochli. Der schattige und nasse Bergweg ist blauweiss markiert, scheint also etwas anspruchsvoller zu sein.

Wir entscheiden uns dafür, den Rückweg die gleiche Strecke zu gehen, die wir gekommen waren. Zurück, über Ober Bolgen treibt uns der Anstieg zum Hinterjochli noch einmal die Schweissperlen auf die Stirn. Dann geht es flott abwärts, bis zum Berggasthaus Tannibiel, das wir uns zum Einkehren vorgemerkt haben.

Nach einem kühlen Bier laufen wir noch gemütlich in einer halben Stunde zur Bergstation der Gondelbahn auf der Klewenalp zurück. Inzwischen hat sich die Nebeldecke über dem Vierwaldstättersee vollständig verzogen und die ersten Schiffe tauchen auf. Die Gondel der Bahn ist schnell prall gefüllt, mit Wanderern, Hund und Kind und wenige Minuten später stehen wir wieder mitten in Beckenried auf dem Parkplatz der Seilbahn.

Bild 1: Nebel überm Vierwaldstättersee

Bild 2: Rigi Hochflue und Mythen

Bild 3: Chalet auf der Klewenalp

Bild 4: Blick von der Klewenalp zur Rigi Hochflue

Bild 5: Boucherhorn (1807m)

Bild 6: Berggasthaus Tannibiel

Bild 7: Stanserhorn (1898m)

Bild 8: Musenalp (1747m)

Bild 9: Klewenalp und Tannibiel

Bild 10: Stanserhorn, Pilatus, Musenalp, Buocherhorn

Bild 11: Klewenalp (1600m)

Bild 12: Klewenstock und Rigi Kulm

Bild 13: Musenalp und Pilatus

Bild 14: Klewenalp

Bild 15: Schinberg (2145m)

Bild 16: Bergstation Sessellift

Bild 17: Schinberg, Pilatus, Buochserhorn

Bild 18: Ober Bolgen und Jochli Stock

Bild 19: Jochli Stock (2070m)

Bild 20: Musenalp und Buochserhorn

Bild 21: Musenalp

Bild 22: Risetenstock (2290m)

Bild 23: Wegkreuz unterm Schwalmis

Bild 24: Stanserhorn, Pilats, Musenalp, Buochserhorn

Bild 25: Risetenstock, Hoh Brisen und Brisen

Bild 26: Grat am Schwalmis

Bild 27: Gipfelgrat zum Schwalmis

Bild 28: Kleiner und Grosser Mythen

Bild 29: Rigi Hochflue (1699m)

Bild 30: Stockhütte (1279m)

Bild 31: Klewewnalp

Bild 32: Stanserhorn, Pilatus, Musenalp, Buocherhorn

Bild 33: Risetenstock, Hoh Brisen und Brisen

Bild 34: Rigi Hochflue und Choltal

Bild 35: Südhang Schwalmis

Bild 36: Seelandschaft Ober Bolgen

Bild 37: Klewenalp

Bild 38: Seen auf Ober Bolgen

Bild 39: Jochli Stock, Silberen, Glärnisch

Bild 40: Dohle überm Choltal

Bild 41: Seen auf Ober Bolgen

Bild 42: Buochserhorn

Bild 43: Blick Richtung Rigi und Vierwaldstättersee

Bild 44: Gipfelgrat

Bild 45: Glärnisch überm Vorderjochli

Bild 46: Rigi und Choltal

Bild 47: Schinberg, Pilatus, Musenalp, Buochserhorn

Bild 48: Schotterfeld unterm Hinterjochli

Bild 49: Klewenalp und Rigi Kulm

Bild 50: Schwalmis (2246m)

Bild 51: Buochserhorn (hinten)

Bild 52: Kleiner und Grosser Mythen

Bild 53: Schwalmis und Klewen

Bild 54: Fronalpstock (1921m)

Bild 55: Beckenried, Vierwaldstättersee, Rigi
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