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Buochserhorn (229)
Samstag 11.10.2008

Anfahrt: Rielasingen - Konstanz - Winterthur - Zürich - Afoltern - Luzern - Stans - Büren

Route: Büren - Gross Schwanden - Arhölzli - Unter Ochsenweid - Buochserhorn - Bleikigrat - Bleiki - Niederrickenbach - Wandfluewald - Büren

Gehzeit: ca. 6:30 h
Büren - Gross Schwanden  ... 1:00 h
Gross Schwanden - Arhölzli  ... 1:20 h
Arhölzli - Unter Ochsenweid  ... 0:30 h
Unter Ochsenweid - Buochserhorn  ... 0:30 h
Buochserhorn - Bleikigrat  ... 0:30 h
Bleikigrat - Bleiki  ... 0:30 h
Bleiki - Niederrickenbach  ... 0:40 h
Niederrickenbach - Wandfluewald  ... 0:50 h
Wandfluewald - Büren  ... 0:40 h

Höhendifferenz: ca. 1300m

Distanz: ca. 15km


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Obwohl wir von unserem Ziel, dem Gipfel des Buochserhorn gerade mal 3km Luftlinie entfernt sind, sehen wir weder ihn noch irgend einen anderen Gipfel. Eine dichte Nebeldecke versperrt jegliche Sicht und lässt ein November-Feeling aufkommen, wäre da nicht die angenehme Temperatur.

Wir verlassen den kleinen Ort Büren nid dem Bach in nördliche Richtung. Am Westhang unterhalb des Buochserhorn schlängelt sich ein schmales Betonsträsschen Hunderte von Höhenmetern den Berg hinauf. Der Wanderweg kürzt viele der langen Schleifen über steile Wiesen ab. Noch nicht lange her, dass diese Wiesen gemäht wurden, sind die Spuren teilweise nicht auszumachen.

Immer wieder stösst der Pfad auf das Betonsträsschen und eine Entscheidung, ob rechts oder links, ist zu treffen. Nicht immer ist die Entscheidung richtig, so verpassen wir die eine oder andere Abkürzung. Hauptsache aufwärts, dann sind wir schon richtig.

Nach 20 Minuten Gehzeit lassen sich schon Umrisse von Berggipfeln hinter der inzwischen dünneren Nebelschicht erahnen. Dann geht es ganz flott und über der Nebeldecke herrscht strahlender Sonnenschein. Der Hochberg, östlicher Ausläufer des Stanserhorn, beeindruckt besonders mit seinen herbstfarbenen Laubbäumen.

Bei einem Wanderwegweiser, der nur in die Richtung zeigt, aus der wir gerade kommen, rätseln wir über den Weiterweg. Bei einem nahegelegenen Bauernhof springt der junge Bauer herum. Er verrät uns, dass der Wanderwegweiser bewusst spartanisch gestaltet ist, da ihm sonst die Biker ständig über seine Wiesen fahren. Bereitwillig zeigt er uns den Weiterweg.

Die Steilheit nimmt nun deutlich zu. Das ist auch an den Höhenlinien in der Wanderkarte abzulesen, die sich dort beinahe berühren. Eine schmale Trittspur zieht sich durch die nasse Bergwiese den sehr steilen Hang hinauf. Nach knapp zweieinhalb Stunden erreichen wir die Alm Arhölzli, wo uns der Bauer freundlich grüsst. Auf seiner Terrasse bewirtet er bereits einige Gäste und er hätte sich sicher über unsere Einkehr gefreut.

Doch wir gehen weiter, denn vor uns liegen noch 400 Höhenmeter. Nach einer weiteren halben Stunde und 150 Höhenmeter werden die Rufe nach einer Pause lauter. Also legen wir bei der Alm Unter Ochsenweid eine kleine Trinkpause ein, die wir uns nach 1000 Höhenmetern ja auch verdient haben. Ein Gipfelkreuz ist zu sehen, doch wir sind uns nicht ganz sicher, ob es sich bereits um unser Ziel handelt.

Die verbleibenden 250 Höhenmeter zum Gipfel nehmen wir nach der Pause gestärkt in Angriff. So benötigen wir gerade mal eine halbe Stunde, um über den Südwesthang zum Gipfel hinauf zu steigen. Dort tummeln sich einige Bergwanderer innerhalb und ausserhalb der Einzäunung, in der ein dickes und hohes Gipfelkreuz aufgestellt ist.

Eine herrliche Rundumsicht belohnt uns für die Anstrengungen des Aufstiegs. In der Tiefe wirken die Ortschaften und Strassen wie Spielzeug. Von einem Flugplatz steigt ein kleiner Punkt auf, ist es ein Spielzeugflugzeug? Viele der umliegenden Berge sind uns bekannt, so das Stanserhorn, der Pilatus, die verschiedenen Gipfel der Rigi, die Mythen, der Fronalpstock, der Glärnisch und viele andere.

Kaum zu glauben, dass es sich beim Vierwaldstättersee um ein zusammenhängendes Gewässer handelt. So zwischen den Bergen hat man den Eindruck, es handle sich um ein halbes Duzend verschiedener Seen.

Immer wieder treffen neue Wanderer ein. Man tut wohl gut daran, diesen Gipfel bei schönem Wetter nicht an einem Sonntag zu besteigen, ausser man bevorzugt Menschenmassen. Bei der Nutzung der Seilbahn von Dallenwil nach Niederrickenbach ist nur eine Höhendifferenz von 650 Metern zu bewältigen.

Nach einer längeren Gipfelrast verlassen wir das Buochserhorn in südliche Richtung über den breiten Bleikigrat. Ab und zu verliert sich die Spur in der Bergwiese, aber die Richtung ist eindeutig. Auf 1592m finden wir einen beschissenen Wanderwegweiser. Ein Bauer hatte wohl seine Mistverteilmaschine etwas zu hoch eingestellt.

Während des Abstieges bestaunen wir linkerhand immer wieder die Stollen, das ist die Felskante westlich der Musenalp. Eine Seilbahn führt zwischen den senkrechten Felstürmen hindurch. Die jungen Kühe sind hier kein wenig scheu. Sie eignen sich bestens als Fotomodell. Nach anderthalb Stunden taucht der Kirchturm von Niederrickenbach unter uns auf.

In Niederrickenbach besteht die Möglichkeit, für 10.00 SFR mit der Seilbahn nach Dallenwil hinunter zu gondeln. Nur ein Mitwanderer steigt in die Bahn um seine Knie zu schonen. Der Rest der Gruppe nutzt den goldenen Oktobertag und entscheidet sich für den Fussweg. Laut Wanderwegweiser werden für die 650 Höhenmeter 1:30 Stunden benötigt.

Nur im Ort ist die Richtung nach Dallenwil angezeigt. Unterwegs ist die Beschilderung ziemlich spärlich. Der anfängliche Wiesenpfad mündet bald in ein Asphaltsträsschen, das am Rande des Chollertobels in weiten Schleifen hinunter führt. Ein Waldpfad kürzt die unteren Schleifen ab. Das Laub verdeckt die Stolpersteine auf dem Waldpfad. Vorsicht ist geboten.

Am Ortsrand von Dallenwil sind die Bauern eifrig am Einbringen des letzten Viehfutters. Ein schmaler, unbeschilderter Dorfweg bringt uns direkt zu unserem Parkplatz in Büren, im Norden von Dallenwil.

Bild 1: herbstlicher Hohberg

Bild 2: Kirchturm im Nebel

Bild 3: Pilatus überm Nebel

Bild 4: Stanserhorn und Pilatus

Bild 5: Pilatus (2119m)

Bild 6: Berner Alpen

Bild 7: Blick zum Pilatus

Bild 8: Gipfelkreuz Buochserhorn

Bild 9: Blick zur Rigi

Bild 10: auf dem Buochserhorn

Bild 11: Glärnisch und Fronalpstock

Bild 12: Gipfelkreuz Buochserhorn

Bild 13: Mythen

Bild 14: Blick Richtung Osten

Bild 15: Vierwaldstättersee

Bild 16: Beckenried

Bild 17: Stanserhorn und Pilatus

Bild 18: Buochserhorn (1807m)

Bild 19: beschissener Wegweiser

Bild 20: Pilatus

Bild 21: Stollen

Bild 22: Modellkuh

Bild 23: Niederrickenbach (1162m)

Bild 24: Bauernhaus unterm Stollen

Bild 25: Kirche Niederrickenbach

Bild 26: Blick zum Brisen

Bild 27: Herbstlandschaft

Bild 28: Bauernhaus

Bild 29: Herbstfarben

Bild 30: Stollen über Niederrickenbach

Bild 31: Herbstfarben

Bild 32: Märklinwiesen

Bild 33: Kühe bei Dallenwil
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