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Mutschen (147)
Sonntag 10.09.2006

Anfahrt: Konstanz - Wil - Wattwil - Wildhaus (1090m)

Route: Wildhaus - Flürentobel - Alp Tesel - Zwinglipass - Abstecher Richtung Altmannsattel - Chreialpfirst - Mutschen - Alp Tesel - Flürentobel - Wildhaus

Gehzeit: ca. 6:45 h
Wildhaus - Zwinglipass ... 2:45 h
Abstecher Altmannsattel ... 0:45 h
Zwinglipass - Mutschen ... 1:15 h
Mutschen - Wildhaus ... 2:00 h

Höhendifferenz: ca. 1150m

Distanz: ca. 14km

Text & Fotos: Alfred Jäger

Nachdem unser Wandergruppen-Leiter aus unerfindlichen Gründen eine Woche in ferneren Gefilden weilte und deswegen keine Tour anbieten konnte, beschlossen wir, trotzdem die Gunst der Stunde - sprich das schöne Wetter - zu nutzen, um uns wieder einmal in die geliebten Berge aufzumachen. Als Ziel wählten wir einen kleinen, schon mal zu einer anderen Jahreszeit (29.6.2002) bestiegenen Gipfel im Alpsteinmassiv, den in der Mitte zwischen Kronberg und Altmann liegenden, eher unspektakulären Mutschen. Nachdem das erste Hindernis - ein Teilnehmer hatte sich noch mal "kurz" aufs Ohr gelegt und war darüber noch mal richtig eingeschlafen - überwunden war, versprach der Morgen richtig schön zu werden. Los ging es nach knapp zwei Stunden Fahrt von dem noch fast leeren Parkplatz in Wildhaus, zunächst die Strasse entlang, dann im Wald Richtung Gamplüt. Auf halber Höhe verlassen wir den breiten Weg, queren unter dem Lift hindurch hinüber zu dem (für Turnschuh-Touristen) als besonders "steil" angekündigten Aufstieg durch den engen Flürentobel. Es folgt nun ein flacheres Stück in Richtung Alp Tobel, wo wir die Steilwände des Wildhuser Schafberges bewundern. Kurz nach der Alp zweigt der Weg nach links ab und führt nun stetig bergan bis zur Chreialp (1817 m), die zu dieser Jahreszeit schon verlassen da liegt. Der Anstieg zur Zwinglipasshütte auf knapp 2000 Meter ist nun nur noch ein Katzensprung. Bevor wir uns dort eine Erfrischung gönnen (und nachdem wir die Freilufttoilette in Anspruch genommen haben), wollen wir noch so weit wie möglich zum Altmannsattel aufsteigen. Im gleissenden Sonnenschein reflektieren die weissen Wände der Nädliger Wand das Licht so stark, dass es fast schon den Augen weh tut. Bevor der Alpweg in das Geröll Richtung Rotsteinpass einbiegt, beschliessen wir, für den Tag genug Höhenmeter bewältigt zu haben und belohnen uns mit einer langen Pause auf einer grasbewachsenen und blumenübersäten Mulde, wo wir die vielen Wanderer bewundern, die an diesem Sonntag über den Rotsteinpass kommen oder sogar den Altmann bestiegen haben.
Der Wiederabstieg zur Zwinglipasshütte geht nun flott vonstatten, wobei wir noch Zeit finden, die vielen Dolinen und Karstlöcher, die der Regen aus den Kalkfelsen gewaschen hat und in denen zum Teil noch Schneereste liegen, zu bewundern. Auf der Hütte tanken wir die ausgeschwitzte Flüssigkeit in verschiedenen Formen wieder auf, teilweise gesponsert von der Person auf die wir am Morgen eine viertel Stunde hatten warten müssen. Weiter geht es nun in leichtem Auf und Ab über das Hochplateau des Chreialpfirst, während links von uns die mächtigen Kalkwände der Fälentürme vorüber ziehen und hinter uns der massige Klotz des Altmanns und die Antenne des vertrauten Säntis sichtbar wird. Am Mutschensattel kommt dazu noch der Blick auf die Kreuzberge, der Abstiegsweg zur Saxer Lücke, sowie der ganze Geologische Höhenweg zum Hohen Kasten. Vom Sattel aus sind es nur noch 10 Minuten durch bröckeliges Gestein zum Gipfel des Mutschen, der eine grandiose Aussicht hinunter zum Rheintal bietet. Da es schon 4:00 Uhr nachmittags ist, bleiben wir nicht allzu lange oben, sondern machen uns bald wieder auf den Weg zurück, diesmal im direkten Abstieg Richtung Alp Tesel, wo uns eine eifrige Kuh mit ihrer Kuhglocke mit einem Stakkato-Ständchen begrüsst. Kurz vor dem Wieder-Einstieg zum Flürentobel treffen wir noch einen Wanderer, der uns den Weg hoch zum Wildhuser Schafberg, insbesondere über den alten, nicht mehr genutzten Saumpfad, nahe legt. Das verschieben wir denn doch auf ein anderes Mal.
Blick zum Wildhuser Schafberg
Bild 1: Blick zum Wildhuser Schafberg
Churfirsten
Bild 2: Churfirsten
Alp Tesel
Bild 3: Alp Tesel (1400 m)
Chreialp
Bild 4: Chreialp (1800 m)
Wildhuser Schafberg , Girenspitz
Bild 5: Wildhuser Schafberg (2373m), Girenspitz
Girenspitz
Bild 6: Girenspitz (Pyramide, 2253m)
Altmann und Altmannsattel
Bild 7: Altmann und Altmannsattel
Freiluftklo neben der Zwinglipasshütte
Bild 8: Freiluftklo neben der Zwinglipasshütte
Zwinglipasshütte
Bild 9: Zwinglipasshütte
Altmann
Bild 10: Altmann (2436m)
Abstieg durch Geröllhalden
Bild 11: Abstieg durch Geröllhalden
Zwinglipasshütte
Bild 12: Zwinglipasshütte
Blick vom Chreialpfirst Richtung Norden
Bild 13: Blick vom Chreialpfirst Richtung Norden
Säntis und Altmann
Bild 14: Säntis und Altmann
Mutschen
Bild 15: Mutschen (2122m)
Kreuzberge
Bild 16: Kreuzberge
Hoher Kasten und Abstieg zur Saxer Lücke
Bild 17: Hoher Kasten und Abstieg zur Saxer Lücke
Mutschen-Gipfelkreuz
Bild 18: Mutschen-Gipfelkreuz
Kontrollpunkt für die Andenkensammler
Bild 19: Kontrollpunkt für die Andenkensammler
Churfirsten
Bild 20: Churfirsten
Enzian
Bild 21: Enzian
Teselalp und Abstiegsweg vom Mutschen
Bild 22: Teselalp und Abstiegsweg vom Mutschen
Blick zum Gamserrugg
Bild 23: Blick zum Gamserrugg
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