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Rund um die Murgseen (221)
Sonntag 03.08.2008

Anfahrt: Rielasingen - Konstanz - Wil - Wattwil - Ricken - Schänis - Murg - Merlen

Route: Merlen - Mornen - Erdis - Chamm - Punkt 2235 - Murgseen - Murgseefurggel - Ober Mürtschen - Unter Mürtschen - Merlen

Gehzeit: ca. 7:00 h
Merlen - Mornen  ... 0:30 h
Mornen - Erdis  ... 1:30 h
Erdis - Chamm  ... 1:10 h
Chamm - Punkt 2235  ... 0:20 h
Punkt 2235 - Murgseen  ... 0:50 h
Murgseen - Murgseefurggel  ... 0:30 h
Murgseefurggel - Ober Mürtschen  ... 0:30 h
Ober Mürtschen - Unter Mürtschen  ... 1:10 h
Unter Mürtschen - Merlen  ... 0:30 h

Höhendifferenz: ca. 1300m

Distanz: ca. 18km

Bei der Gemeinde Murg am Walensee verlassen wir die Autobahn Zürich - Chur und fahren auf einem schmalen Bergsträsschen 650 Höhenmeter das Murgtal hinauf. Die Parkgebühr von 8,00 SFR für den Tag entrichten wir auf halber Strecke, an einem Parkautomaten. Beim gut belegten Parkplatz Merlen, auf einer Höhe von 1100m, finden wir genügend Abstellfläche.

In knapp 30 Minuten laufen wir auf einem Weg, der für den Autoverkehr freigegebenen ist, von Merlen nach Mornen. Dort befindet sich ein weiterer Parkplatz, weshalb wir auf den 2 km und fast 200 Höhenmetern dem einen oder anderen Auto Platz machen müssen.

Nach etwa 10 Minuten verlassen wir den breiten Hauptweg, der in 1:30 Stunden direkt zu den Murgseen führt. Wir verfolgen statt dessen einen schmalen, weniger begangenen Bergpfad. Steil windet sich der nasse Pfad in Bachnähe über 600 Höhenmeter hinauf zur Alm Erdis, die wir nach 90-minütigem Aufstieg erreichen.

Auf einer Höhe von knapp 2000m befinden wir uns bereits oberhalb der Baumgrenze. Bäume und Sträucher gibt es hier nicht mehr, aber grüne Wiesen, die als Weiden für das liebe Vieh genutzt werden. Die Alm Erdis ist mit einer Materialseilbahn mit Mornen verbunden. Auf einem Wanderwegweiser ist eine Gehzeit zum Murgsee mit 2:15 Stunden angegeben.

Über morastigen Grund verlassen wir Erdis und steigen noch einmal etwa 150 Höhenmeter über Bergwiesen auf. Dann wird es auf der ausgedehnten Hochebene Chamm, auf einer Meereshöhe von ungefähr 2100m, gemütlicher. Wir passieren viele kleine Bergseen, überqueren ein kürzeres Schneefeld und blicken hinein, ins tiefe Murgtal, das uns nun 1000 Meter tiefer zu Füssen liegt.

Hinter benachbarten Gipfeln, wie Hochmättli und Silberspitz, ragen die steilen Felswände des Mürtschenstock empor. Im Einschnitt des Murgtals sehen wir eine kleine Ecke des türkisfarbenen Walensee mit ein paar Gipfeln der Churfirsten in harmlose Wolken verhüllt. An einem idyllischen, winzigen Bergsee lassen wir uns nach einer guten Stunde Gehzeit zu einer Vesperpause nieder.

Bevor einige Mitwanderer ihre nackten Füsse im eiskalten See abkühlen, spiegeln sich noch die benachbarten Berggipfel und die weissen Wolken am stahlblauen Himmel in der stillen Wasseroberfläche. Nur die Hobbyfotografen turnen, immer auf der suche nach dem ultimativen Motiv, unruhig um den See. Nach der Pause setzen wir den Weg in Richtung Westen fort. Ein kleiner Anstieg von 100m erwartet uns noch.

Nach 20 Minuten stehen wir ein Kilometer weiter am höchsten Punkt unserer Wanderung, auf 2235m über dem Meer. Auf dieser Passhöhe, einem Nordausläufer des Bützistock sind mehrere mannsgrosse Steinmännchen aufgebaut, die schon von weitem sichtbar waren. Jetzt haben wir erstmals einen herrlichen Blick auf den zweigeteilten Ober-Murgsee und das Murgseefurggel, das wir später noch überqueren wollen.

Immer den Murgsee vor Augen geht es jetzt fast 400 Höhenmeter abwärts, anfangs steiler, dann etwas gemächlicher. Nach 50 Minuten erreichen wir die Fischerhütte am Ober-Murgsee mit ihrer einladenden Terrasse, auf der wir auch die gehobenen Preise für die Getränke akzeptieren.

Wie wir nach der Einkehr am Ostufer des Ober-Murgsee entlang laufen, wird die Bezeichnung der Murgseehütte als Fischerhütte plausibel. Ein dynamischer, dunkler Fleck im Uferbereich des Sees entpuppt sich als Fischschwarm aus Tausenden von daumengrosser Fischchen. Wenn die alle gross sind, gibt es ordentlich was zu futtern auf der Terrasse der Fischerhütte.

Die letzten 150 Höhenmeter auf das Murgseefurggel sind in der Mittagshitze noch etwas schweisstreibend. Aber nach einer halben Stunde werden wir mit einem herrlichen Blick zum sehr markanten Mürtschenstock und ins liebliche Mürtschenbachtal belohnt. Auch ein Blick zurück lohnt sich. Weidende Kühe, hoch über dem Murgsee, lassen sich von den vorbeiziehenden Wanderern nicht vertreiben.

Von nun an geht's bergab. Die Landschaft erinnert auch diejenigen, die noch nie in Kanada waren an selbiges, so wie man es eben von Bildern kennt. Ein längeres Stück des Weges wacht der steile Mattstock über uns. Wir nähern uns langsam wieder der Baumgrenze, diesmal von oben. Vielleicht erscheinen deshalb die einzelnen Bäume so eindrucksvoll.

Eine halbe Stunde später beeindruckt uns bei Ober Mürtschen, 250 Höhenmeter unter dem Murgseefurggel, ein grosser, weisser Hund, der sich mitten in den Mürtschenbach hinein gelegt hat und sich dort offensichtlich wohl fühlt. Wir überqueren den Mürtschenbach über eine kleine Brücke in Form eines breiten Holzbalkens mit Geländer.

Die folgenden 3 Kilometer können wieder als reine Genusswanderung bezeichnet werden. In der Stunde, die wir von Ober Mürtschen nach Unter Mürtschen unterwegs sind, merken wir kaum, dass wir 300 Höhenmeter absteigen. Langsam wird der Mürtschenstock hinter uns kleiner und erscheint düster im Gegenlicht der Sonne.

Noch zwei mal überqueren wir den Mürtschenbach, bevor er in den Gsponbach über geht. An der Bergstation einer grösseren Materialseilbahn lesen wir "Personentransport verboten", obwohl die Kabine bei einer Nutzlast von 1000kg unsere ganze Wandergruppe tragen könnte. Also gehen wir doch, wie geplant, zu Fuss weiter.

Zum Schluss wird es noch mal ziemlich steil und steinig. Ein schmaler Pfad führt vorbei an Fels und Wasserfall in vielen Kurven durch den Wald hinunter. Ein herrlicher Blick über ein Staubecken hinunter zum Walensee und hinüber zu den Churfirsten, lässt uns inne halten. Direkt am Wegesrand hat sich ein Steinpilz für die Fotografen in Position gestellt.

Schliesslich lässt uns eine lange Fussgängerbrücke bequem den breiten Murgbach überqueren. So stehen wir bereits 3 Minuten später am Parkplatz Merlen, wo wir nach der 7-stündigen Wanderung gerne unsere Wanderschuhe mit etwas leichteren Strassenschuhen tauschen.
Landschaft bei Mornen
Bild 1: Landschaft bei Mornen
Murgtal
Bild 2: Murgtal
Wassertropfen am Blattrand
Bild 3: Wassertropfen am Blattrand
Wassertropfen am Blattrand
Bild 4: Wassertropfen am Blattrand
Kreuz bei Alm Erdis
Bild 5: Kreuz bei Alm Erdis
Kreuz bei Alm Erdis
Bild 6: Kreuz bei Alm Erdis
Materialseilbahn bei Erdis
Bild 7: Materialseilbahn bei Erdis
Wolken im Bergeinschnitt
Bild 8: Wolken im Bergeinschnitt
Churfirsten in Wolken
Bild 9: Churfirsten in Wolken
Wolken im Bergeinschnitt
Bild 10: Wolken im Bergeinschnitt
Seespiegelung
Bild 11: Seespiegelung
Hochebene Chamm
Bild 12: Hochebene Chamm
Wolken über Chamm
Bild 13: Wolken über Chamm
Schneereste am See
Bild 14: Schneereste am See
Schneereste am See
Bild 15: Schneereste am See
Blumen am See
Bild 16: Blumen am See
Hochebene Chamm
Bild 17: Hochebene Chamm
Chamm mit Churfirsten
Bild 18: Chamm mit Churfirsten
Bergsee mit Mürtschenstock
Bild 19: Bergsee mit Mürtschenstock
Spiegelung
Bild 20: Spiegelung
Spiegelung
Bild 21: Spiegelung
Spiegelung
Bild 22: Spiegelung
Churfirsten in Wolken
Bild 23: Churfirsten in Wolken
Hochebene Chamm
Bild 24: Hochebene Chamm
Murgtal und Churfirsten
Bild 25: Murgtal und Churfirsten
Gemswurz
Bild 26: Gemswurz
Ober-Murgsee
Bild 27: Ober-Murgsee
Ober-Murgsee
Bild 28: Ober-Murgsee
Murgsee und Murgerhütte
Bild 29: Murgsee und Murgerhütte
Ober-Murgsee
Bild 30: Ober-Murgsee
Mürtschenstock
Bild 31: Mürtschenstock
Mürtschenstock
Bild 32: Mürtschenstock
Mürtschenbachtal mit Leistchamm
Bild 33: Mürtschenbachtal mit Leistchamm
Mürtschenbach
Bild 34: Mürtschenbach
Mürtschenbach
Bild 35: Mürtschenbach
Mattstock im Gegenlicht
Bild 36: Mattstock im Gegenlicht
Fliegenpilz
Bild 37: Fliegenpilz
Abstieg Gspon
Bild 38: Abstieg Gspon
Walensee und Churfirsten
Bild 39: Walensee und Churfirsten
Weidenröschen
Bild 40: Weidenröschen
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