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Legler-Hütte (152)
Sonntag 08.10.2006

Anfahrt: Rielasingen - Konstanz - Wil - Wattwil - Ricken - Niederurnen - Glarus - Schwanden - Kies

Route: Kies (1029m) - Mettmen - Matzlenfurggel - Chärpfstäfeli - Legler-Hütte (2273m) - Ängi - Schönaufurggeli - Aueren - Kies

Gehzeit: ca. 6:30 h
Kies - Mettmen ... 1:00 h
Mettmen - Matzlenfurggel ... 1:00 h
Matzlenfurggel - Chärpfstäfeli ... 0:40 h
Chärpfstäfeli - Legler-Hütte ... 1:00 h
Legler-Hütte - Ängi ... 0:40 h
Ängi - Schönaufurggeli ... 0:40 h
Schönaufurggeli - Aueren ... 0:50 h
Aueren - Kies ... 0:40 h

Höhendifferenz: ca. 1300m

Distanz: ca. 17km

Der Parkplatz an der Talstation der Seilbahn Kies-Mettmen ist gut belegt. Das wundert nicht, bei dem sonnigen Wetter nach der Schlechtwetterperiode. Die Temperatur liegt im einstelligen Bereich. Nach einer nur suboptimalen Anfahrt bezüglich Streckenführung wollen wir den Aufstieg zum Stausee Garicht zügig angehen. Im schattigen Nordhang schaffen wir die 600 Höhenmeter bis Mettmen in einer kappen Stunde. Auf der kurzen Strecke führen viele Kehren steil hinauf und erst kurz vor dem Berggasthaus Mettmen treffen uns die ersten Sonnenstrahlen. Leider treffen uns hier auch die vielen Seilbahntouristen und so laufen wir im Pulk die restlichen Meter bis zur Staumauer. Ab hier verteilen sich die Menschen in verschiedene Richtungen. Wir überqueren die Staumauer und suchen am anderen Ende vergeblich nach einem Wanderwegweiser in Richtung Matzlen. Da laut Wanderkarte nur ein einziger Wanderweg vom Stausee abzweigt, entscheiden wir uns für den unbeschilderten Pfad, der immerhin durch Farbkleckse markiert ist. Den steilen Wiesenhang hinauf erreichen wir bald die Baumgrenze, so dass die Staumauer, die bisher nur durch die Baumlücken zu sehen war, uns jetzt in voller Länge zu Füssen liegt. Nach dem anfänglichen Steilstück wird der Weg nach und nach moderater und wir können die Aussicht in vollen Zügen geniessen. Eine Stunde und 300 Höhenmeter nach Abmarsch an der Staumauer legen wir am Matzlenfurggel eine kleine Trinkpause ein. Von hier aus führen zwei direkte Strecken zur Legeler-Hütte, die bereits sichtbar ist, aber nur für diejenigen, die wissen wo. Der streckenmässig kürzere Weg über Ratzmatt führt zunächst fast 200 hinunter während der längere Weg über Chärpfstäfeli stetig berauf geht. Für den letzteren Weg entscheiden wir uns und müssen es nicht bereuen. Entlang des sonnigen Osthanges passieren wir einen kleinen See nach dem anderen. An den Spiegelungen auf der Wasseroberfläche können wir uns kaum satt sehen. Besonders das Spiegelbild des schneebedeckten Kärpf muss für viele Fotos herhalten. Ab dem Chärpfstäfeli steigt der Weg wieder etwas mehr an bevor wir oberhalb des Bodenseeli am Sunnenberg in ein Felsenmeer eintauchen. Durch ein Labyrinth von massiven Felsbrocken erreichen wir in knapp 15 Minuten die Anhöhe, auf der die Legler-Hütte wie auf einer Terrasse über dem Linthtal trohnt. Sehr viele Wanderer haben den Weg herauf gefunden. Nur der fortgeschrittenen Tageszeit haben wir es zu verdanken, dass wir einen freien Tisch zwischen Hütte und Hüttensee bekommen. Hier lohnt es sich, eine ausgiebige Rast zu machen. Während wir uns mit einem kühlen Bier begnügen, spielen Kinder am kleinen Hüttensee über die eine winzige Holzbrücke gespannt ist. Vom Rande der Aussichtskanzel blicken wir senkrecht hinunter zu den über 250 Höhenmeter tieferen Ängiseen und auch hinüber nach Braunwald und zum Oberblegisee, der direkt unterhalb des Glärnisch liegt. In nur 15 Minuten nach Abmarsch von der Legler-Hütte stehen wir bereits am Ufer der Ängiseen. Zwischen den beiden Seen hindurch führt unser Weiterweg noch mal 200 Höhenmeter durch einen schattigen Nordhang hinunter. Kurz vor der Alm Ängi betreten wir wie aus einem dunklen Raum heraus die sonnige Wiese. Bis zum Steinstossfurggeli verlieren wir kaum an Höhe und können uns ganz auf die farbenfrohe Herbstlandschaft konzentrieren. Ein letzter Anstieg von etwa 60 Höhenmetern über einen Grat bringt uns auf das Franzenhorn. Bei dessen Überquerung haben wir ständig den schneebedeckten Glärnisch vor Augen. Eine lange Mauer aus Naturstein zieht sich über die Anhöhe Schönau. Auf der Hochebene sind die Wegmarkierungen seltener geworden, aber bis zum Schönaufurggeli finden wir unseren Weg. Ein Wanderwegweiser zeigt Ziele in allen Richtungen an. Nur die Richtung, die unser Bauchgefühl empfielt, ist nicht ausgewiesen. Wieder einmal entscheiden wir und für den unbeschilderten Weg. Durch den Wald geht es steil abwärts, was uns sehr sympathisch ist, denn unser Ausgangspunkt liegt immer noch 800 Höhenmeter unter uns. Auf einer Wiese verlieren wir sämtliche Markierungen und Pfadspuren aus den Augen. Erst nach einem Ausschwärmen werden wir wieder fündig und setzen die Tour guten Mutes fort. Bei der Alm Aueren sind wir schliesslich ganz sicher, auf dem richtigen Weg zu sein. Entlang eines rauschenden Baches setzen wir die Wanderung auf einem Landwirtschaftsweg fort. Ein manipulierter Wanderwegweiser am Geisserplatz kann uns nicht vortäuschen, auf der Höhe der Seilbahn-Talstation zu sein. Wanderkarte und Höhenmesser sagen uns, dass noch 150 Höhenmeter abzusteigen sind. Der Wanderweg zweigt in Richtung Chis vom Landwirtschaftsweg ab. Erst jetzt erkennen wir, dass Chis eine andere Bezeichnung von Kies ist. Und wir hatten uns schon gewundert, dass Kies nie angeschrieben war. Der schmale Pfad führt durch den Wald, zum Schluss steil abwärts und endet direkt an der Talstation der Seilbahn Kies-Mettmen. Dieses Mal hat der Bahnbetreiber durch uns keinen Umsatz machen können, aber wir kommen bestimmt wieder.
erste Sonnenstrahlen bei Mettmen
Bild 1: erste Sonnenstrahlen bei Mettmen
Wanderweg bei Mettmen
Bild 2: Wanderweg bei Mettmen
Glärnisch
Bild 3: Glärnisch (2914m)
Blick ins Linthtal
Bild 4: Blick ins Linthtal
Berggasthaus Mettmen mit Vorder Glärnisch
Bild 5: Berggasthaus Mettmen mit Vorder Glärnisch
Staumauer Stausee Garicht
Bild 6: Staumauer Stausee Garicht
Stausee Garicht
Bild 7: Stausee Garicht (1629m)
Herbstfarben
Bild 8: Herbstfarben
Kärpf
Bild 9: Kärpf (2794m)
Ortsstock und Bös Fulen
Bild 10: Ortsstock und Bös Fulen
Charenstock und Berglihorn
Bild 11: Charenstock und Berglihorn
Kärpf im Spiegel
Bild 12: Kärpf im Spiegel
Kärpf im Spiegel
Bild 13: Kärpf im Spiegel
Bergsee
Bild 14: Bergsee
Charenstock
Bild 15: Charenstock (2421m)
Kärpf im Spiegel
Bild 16: Kärpf im Spiegel
Glärnisch
Bild 17: Glärnisch
Felsenmeer
Bild 18: Felsenmeer
Glärnisch
Bild 19: Glärnisch
Glärnisch, Schönau, Ängisee
Bild 20: Glärnisch, Schönau, Ängisee
Blick zum Milchspüeler See
Bild 21: Blick zum Milchspüeler See
Legler-Hütte
Bild 22: Legler-Hütte (2273m)
Legler-Hütte mit Hüttensee
Bild 23: Legler-Hütte mit Hüttensee
Hüttensee und Glärnisch
Bild 24: Hüttensee und Glärnisch
Abstieg zum Ängisee, Glärnisch
Bild 25: Abstieg zum Ängisee, Glärnisch
Ängisee und Glärnisch
Bild 26: Ängisee und Glärnisch
Herbstfarben am Ängisee
Bild 27: Herbstfarben am Ängisee
Alm Ängi
Bild 28: Alm Ängi (1880m)
Steinstossfurggeli
Bild 29: Steinstossfurggeli (1806m)
Franzenhorn
Bild 30: Franzenhorn (1869m)
Glärnisch
Bild 31: Glärnisch
Mauer bei Schönau
Bild 32: Mauer bei Schönau
Kärpf und Legler-Hütte
Bild 33: Kärpf und Legler-Hütte
Schönaufurggeli
Bild 34: Schönaufurggeli (1790m)
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