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Wildmadfurggeli - Legler-Hütte (137)
Freitag 14.07.2006

Anfahrt: Rielasingen - Konstanz - Wil - Wattwil - Ricken - Niederurnen - Glarus - Schwanden - Kies

Route: Mettmen (1610) - Wildmadfurggeli (2294) - Hübschböden - Hübschbodenseeli (2090m) - Sunnenberg - Legler-Hütte (2273m) - Ober Staffel - Mettmen

Gehzeit: ca. 5:00 h

Höhendifferenz: ca. 1000m

Distanz: ca. 11km

An der Talstation der Seilbahn zum Stausee Garichti entscheiden wir uns nach langem Hin und Her für ein Retour-Ticket zu 15 SFR. Eine einfache Fahrt hätte 10 SFR gekostet. Eine kleine Tafel in der Seilbahngondel gibt beeindruckende technische Daten der Seilbahn preis. In wenigen Minuten befördert uns die Bahn zur fast 600 Meter höher gelegenen Bergstation. Am Berggasthaus Mettmen vorbei gelangen wir in wenigen Minuten an die Staumauer des Stausees. Sogar für Rollstuhlfahrer ist ein Weg zwischen Bergstation und Stausee ausgeschildert. Nach dem Ende der schmalen Staumauer auf der nordwestlichen Längsseite des Stausees zeigt ein Wanderwegweiser "Wildmad" an. In weiten Kehren geht es jetzt einen Pfad ostwärts den Wiesenhang hinauf. Der Stausee wird immer kleiner und das gegenüber liegende Glärnischmassiv immer imposanter. Bei der Abzweigung Richtung Berglimatt wenden wir uns Richtung Süden und erreichen bei leichter aber stetiger Steigung nach etwas mehr als 2 km einen Sattel Namens Wildmadfurggeli. Ein tischhoher Steinhaufen hält einen Wanderwegweiser fest. Vom benachbarten Hügel schauen neugierige Ziegen auf uns herunter. In den schattigen Mulden liegt noch Schnee oder sie sind mit Wasser gefüllt. Nach einer längeren Trinkpause brechen wir auf, in Richtung Legler-Hütte (SAC). Entlang des Osthanges laufen wir in Richtung Kärpf, der von einer dunklen Wolke überschattet ist. Nach einem halben Kilometer wird am gegenüberliegende Hang, Namens Sunnenberg, der Pfad zur Legler-Hütte deutlich erkennbar. Die Legler-Hütte selbst versteckt sich hinter den Felsen. Für uns heisst es erst mal mehr als 200 Höhenmeter absteigen, bevor der Gegenanstieg zur Legler-Hütte in Angriff genommen werden kann. Die dunkle Wolke über dem Kärpf droht langsam die Sonne zu verdrängen. Zwar hatte der Wetterbericht die Gewitterneigung abgeschwächt, aber trotzdem entscheiden sich in der Senke Hübschböden Einige von uns für den Rückweg zum Stausee und der Bergstation der Seilbahn. Der kleine Rest der Gruppe will noch wenigstens 10 Minuten den Gegenanstieg wagen, denn noch scheint die Sonne. Am kleinen Ableger des Bodensees, dem Hübschbodenseeli sind noch knapp 200 Höhenmeter zur Legler-Hütte aufzusteigen. Ein langezogener, gerader, steiler Pfad sorgt für schnellen Höhengewinn. An einem grossen Fels ist eine Zeitangabe von 15 Minuten zur Legler-Hütte zu lesen. Spätestens jetzt steht fest, dass wir die Hütte erreichen wollen. Es beginnt ein Wettlauf mit dem (un)Wetter. Die letzten Reservern werden ausgepackt. Durch ein Felslabyrinth und über kleinere Schneefelder vergeht die Zeit im Flug und schon taucht hinter einer Kurve die Legler-Hütte auf. Die bedrohende Wolke wird immer dunkler, kann aber die Sonne noch nicht ganz verdrängen. Nach einem schnellen Rundgang um den kleinen See vor der Hütte, einem beeindruckenden Blick auf die beiden Seen von Ober Ängi in 150 Metern Tiefe und einem Rivella im Stehen treten wir sofort wieder den Rückweg an. Wir machen uns schon Gedanken darüber, wo im Rucksack das Regenzeug verstaut ist. Die Hüttenwirtin schafft die Strecke zwischen Legler-Hütte und Stausee in einer Stunde. Diese Rekordzeit werden wir wohl nicht schaffen, streben aber eine persönliche Bestzeit an. Von allen Seiten schiessen jetzt die Wolken an uns vorbei. Und trotzdem kann die Sonne durch ein Wolkenloch noch unseren Weg anblinzeln. Bisher war noch kein Donner zu hören, was eine ungemein beruhigende Wirkung hat. Je tiefer wir absteigen, um so weniger beeindrucken die Wolken und schon nach weniger als 300 Höhenmeter haben sich die Wolken wieder so weit verzogen, dass niemand mehr an den Regenschutz denkt. Das Tempo behalten wir bei und gelangen so am Bach entlang, der den Stausee speisst, zur Chärpfbrugg, einer mächtigen Naturbrücke. Der Bach fliesst unter der Naturbrücke hindurch, während wir sie überqueren. Bei Niedrigwasser kann man dem Lauf des Baches unter der Brücke hindurch folgen. Ab der Chärpfbrugg ist der Weg bis zum Stausee breit angelegt, so dass die letzten 2 km mit etwa 200 Metern Gefälle eher als Spaziergang bezeichnet werden können. Am Stausee treffen wir den Rest der Gruppe. Die Hüttenverweigerer haben sich die Chärpfbrugg von unten angeschaut und inzwischen auch ein erfrischendes Bad im Stausee genommen. Gemeinsam kehren wir auf der sonnigen Terrasse des Berggasthauses Mettmen ein, denn bis zur letzten Talfahrt mit der Seilbahn um 18:00 Uhr bleiben uns noch 2 Stunden Zeit.
Talstation der Seilbahn in Kies
Bild 1: Talstation der Seilbahn in Kies
Blick Richtung Glarus
Bild 2: Blick Richtung Glarus
Stausee Garichti und Glärnisch
Bild 3: Stausee Garichti und Glärnisch
Stausee Garichti
Bild 4: Stausee Garichti (1610m)
Stausee und Glärnisch
Bild 5: Stausee und Glärnisch (2914m)
Mettmen und Glärnisch
Bild 6: Mettmen und Glärnisch
Bergsalamander
Bild 7: Bergsalamander
Stausee Garichti
Bild 8: Stausee Garichti
Zwillingskühe
Bild 9: Zwillingskühe
Blick zum Kärpf
Bild 10: Blick zum Kärpf (2794m)
Chüebodensee
Bild 11: Chüebodensee
Blick zum Wildmad
Bild 12: Blick zum Wildmad (2446m)
See am Wildmadfurggeli
Bild 13: See am Wildmadfurggeli
Kärpf
Bild 14: Kärpf
Blick Richtung Osten
Bild 15: Blick Richtung Osten
Wildmadfurggeli
Bild 16: Wildmadfurggeli (2294m)
Sunnenberg
Bild 17: Sunnenberg
Bodenseeableger
Bild 18: Bodenseeableger
Blick Richtung Wildmadfurggeli
Bild 19: Blick Richtung Wildmadfurggeli
Weg zur Legler-Hütte
Bild 20: Weg zur Legler-Hütte
Blick Richtung Wildmadfurggeli
Bild 21: Blick Richtung Wildmadfurggeli
Glärnisch in Wolken
Bild 22: Glärnisch in Wolken
Legler-Hütte
Bild 23: Legler-Hütte (2273m)
Legler-Hütte
Bild 24: Legler-Hütte
Legler-Hütte
Bild 25: Legler-Hütte
Ober Ängi
Bild 26: Ober Ängi (2112m)
Ober Ängi
Bild 27: Ober Ängi
Kärpf
Bild 28: Kärpf
Legler-Hütte
Bild 29: Legler-Hütte
Unwetterdrohung
Bild 30: Unwetterdrohung
Chärpfbrugg
Bild 31: Chärpfbrugg
Stausee Garichti mit Zufluss
Bild 32: Stausee Garichti mit Zufluss
Stausee Garichti
Bild 33: Stausee Garichti
Sonnenfleck auf dem Stausee
Bild 34: Sonnenfleck auf dem Stausee
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