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Flügenspitz (320)
Mittwoch 25.05.2011

Anfahrt: Rielasingen - Konstanz - Wil - Wattwil - Starkenbach   

Route: Starkenbach - Im Arsch - Vorder Höhi - Flügenspitz - First - Ochsenhütte - Vordere Selunalp - Strichboden - Wildenmannlisloch - Starkenbach

Gehzeit: ca. 7:15 h
Starkenbach - Im Arsch ... 1:25 h
Im Arsch - Chalt-Gräben ... 0:20 h
Chalt-Gräben - Vorder Höhi ... 0:20 h
Vorder Höhi - Flügenspitz ... 0:55 h
Flügenspitz - First ... 0:10 h
First - Ochsenhütte ... 2:15 h
Ochsenhütte - Vordere Selunalp ... 0:15 h
Vordere Selunalp - Strichboden ... 0:10 h
Strichboden - Wildenmannlisloch ... 0:05 h
Wildenmannlisloch - Starkenbach ... 1:20 h

Höhendifferenz: ca. 1080m

Distanz: ca. 20km


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Nicht immer hat man freie Fahrt auf den kleinen Parkplatz am Ortsrand von Starkenbach. Gelegentlich könnte eine Holzkiste am Drahtseil, auch Seilbahn genannt, einem einen Scheitel ziehen, denn der Abstand der Kiste vom Strassenbelag beträgt gerade mal 1,70m.

Der Parkplatz ist vollkommen frei, doch nicht verfügbar, da gerade Markierarbeiten im Gange sind. Auf der angrenzenden Wiese dürfen wir unseren Pkw abstellen. Während die Holzkiste Fahrgäste nach oben befördert, sind wir die einzigen Irren, die zu Fuss gehen wollen. Die Holzkiste schwebt auch nicht in unsere Richtung.

Wir folgen dem Asphaltsträsschen in Richtung Süden. Längst sollte nach rechts ein Weg abzweigen. Ein genauer Blick auf die Karte verrät uns, dass wir verkehrt sind. Irgendwo rechts über uns muss der geplante Weg verlaufen. Eine weglose Querung durch den steilen Wald bietet sich im Moment nicht an, also laufen wir weiter, bis sich der Wald bei einer Kuhweide lichtet und steigen dort den steilen Grashang hinauf.

Nach einem gefühlten Kilometer, Luftlinie aber nicht mal 200m, stossen wir auf ein Asphaltsträsschen, das wohl unserer geplanten Strecke entsprechen könnte. Der freie Blick in das Tal der Wildhuser Thur deutet darauf hin. Vorbei an mehreren Bauernhäusern und vielen blühenden Wiesen führt das Strässchen stetig aufwärts.

Nach etwa 20 Minuten wechselt der Belag von Asphalt nach Schotter und der Weg macht ein paar grössere Bögen, bis er schliesslich an einer Holzhütte endet. Ein Pfad ab hier stösst nach wenigen Metern an eine Mauer aus Naturstein. Es handelt sich um eine Gemeinde- und Bezirksgrenze. Neben einem hohlen Baum wechseln wir durch ein Drehkreuz den Kanton.

Durch die bunten Blumenwiesen deuten jetzt nur noch kleine, gelbe Pföstchen den Pfad an. Zehn Minuten Später werden wir mit den Worten "Willkommen im Arsch" empfangen, eingebrannt in eine Holztafel an der Wand eines Bauernhauses. Sind wir jetzt am Arsch der Welt? Ein Blick in den Innenraum des Bauernhauses versetzt uns in eine frühere Zeit zurück.

Tür an Tür liegt der Kuhstall an der Wohnküche, so dass man nicht mal aufstehen müsste, um direkt vom Euter der Kuh frische Milch in die Kaffeetasse zu spritzen. Doch im Moment steht keine Kuh im Stall. Der Stall ist so sauber herausgeputzt, dass so manche Grossstadtwohnung dagegen ein Saustall wäre.

Während einer kurzen Pause gibt es um das Bauernhaus allerlei bunte Blumen zu fotografieren. Dann laufen wir auf einem Schotterweg weiter aufwärts, durch teils offenes Gelände, teils sonnendurchfluteten Wald. Nach 20 Minuten mündet der Schotterweg bei Chalt-Gräben in ein Betonsträsschen, das Starkenbach mit Vorder Höhi verbindet. Eine Verbotstafel zeigt hier an, dass der Schotterweg zur Alp Arsch für Radfahrer für'n Arsch ist.

Noch mal 20 Minuten laufen wir gemütlich und kaum ansteigend das Betonsträsschen bis zur Vorder Höhi. Dabei fotografieren wir immer wieder durch Baumlücken die drei Gipfel des Goggeien. Nur mit der Zoomfunktion der Digitalkamera kann auf dem mittleren Gipfel ein Aufbau beobachtet werden, der einer Wünschelrute gleicht. Die Hoffnung, auf Vorder Höhi einkehren zu können, müssen wir schnell aufgeben, denn die Hütten sind alle geschlossen.

In Richtung Süden verlassen wir das Betonsträsschen und gewinnen knapp 100 Höhenmeter, bevor es wieder leicht abwärts geht. Durch Baumlücken können wir immer wieder in das Toggenburger Tal und zu den Gipfeln des Alpsteinmassiv sehen. Auffällig viele tote Bäume sind auf diesem Abschnitt zu beobachten. Rechterhand kommt eine steile Kante des Flügenspitz zum Vorschein, doch der Pfad führt zunächst gen Süden am Flügenspitz vorbei. Auf einem Sattel zweigt dann ein schmaler Gratweg nach rechts ab und bringt uns direkt auf den Gipfel des Flügenspitz.

Nur eine dünne Stange markiert den Gipfel, die Querstange des ehemaligen Kreuzes ist offensichtlich abgefallen. Für kurze Zeit halten wir uns auf diesem Vorgipfel des Leistchamm, der im Süden die Fernsicht versperrt, auf. Dann laufen wir auf dem Gratweg zum Sattel zurück und folgen kaum 10 Minuten einer Bergkante, an der es linkerhand fast senkrecht ab geht. Windgeschützt lassen wir uns unterhalb der Kante auf einer grünen Wiese zur Pause nieder.

Kaum ist das Hefeweizen eingeschenkt, knallt schon der Korken einer nachträglichen Geburtstagssektflasche und dazu wird noch ein Quittenlikör offeriert. Das kann ja heiter werden, denn ein Drahtseilweg steht noch bevor. Doch wir geniessen erst mal die Pause und bewundern die senkrechte Felswand unterhalb des Leistchamm, über der unser bevorstehender Pfad zu erkennen ist.

Den ganzen Alkohol schwitzen wir nach der Pause sofort wieder heraus, wie der Pfad auf kurzer Strecke 150 Höhenmeter ansteigt. Von oben überblicken wir den gesamten Grat zum Flügenspitz. Auf der linken Seite ist eine kleine Ecke des Walensee zu erkennen, darüber die Häuser von Arvenbüel. Im Rechtsschwenk folgen Federispitz, Mattstock, Speer, Gulmen, Goggeien, Stockberg, Neuenalpspitz und die Gipfel des Alpstein.

Über eine in den schrägen Fels gehauene Rinne passieren wir die Stelle über der Felswand, die wir vom Pausenplatz bewundert haben. An den Fels getackerte Wanderwegweiser zeigen die Abzweigung zum Leistchamm mit 45 Minuten Gehzeit an. Wir bleiben aber auf dem Toggenburger Höhenweg.

In den Fels gehauene Stufen und Drahtseile erleichtern den weiteren Aufstieg. Sogar ein Löffel wurde mit dem Drahtseil an den Fels geschraubt. Dessen Funktion ist jedoch unklar. Immer wieder gibt es zwischen den Felsspalten die schönsten Alpenblumen zu fotografieren. Für eine Nahaufnahme muss man sich nicht einmal bücken.

Ungefähr zwei Kilometer zieht sich ein spannender Pfad durch eine faszinierende Felslandschaft, in der immer wieder kurze Passagen mit Drahtseil gesichert sind. In schattigen Felsnischen liegen noch letzte Schneereste. Kleinere Schneefelder müssen überquert werden. Die Witterung hat in Millionen von Jahren tiefe Löcher und Spalten in das Gestein gefressen. Und immer wieder bilden Alpenblumen bunte Farbtupfer im grauen Fels.

Auf der Hochebene Hinter-Selun wird die Landschaft grüner. Es blüht sogar der gelbe Enzian und die Alpenröschen. Eine Tafel zeigt uns Information zu unterirdischen Wasserläufen an. Daneben klafft ein tiefes Loch, umgeben von einer Mauer aus Naturstein. Fast eine Stunde laufen wir gemütlich über die Hochebene Hinter-Selun leicht abwärts, vorbei an vielen, bunten Blumenwiesen, bis wir schliesslich die Ochsenhütte erreichen. Leider hat die Saison auch hier noch nicht begonnen, so müssen wir uns mit dem mitgebrachten Vesper begnügen.

Genauso gemütlich geht es nach der Pause weiter. Die bunten Blumenwiesen bleiben uns noch erhalten. Nach einer viertel Stunde passieren wir die Vordere Selunalp mit der Bergstation der am Seil hängenden Holzkiste. Ein halbes duzend Autos ohne Nummernschilder sind hier abgestellt, ein böser Kontrast zur wunderschönen Berglandschaft.

Statt hier direkt nach Starkenbach abzusteigen, wollen wir noch einen Abstecher über den Strichboden zum Wildenmannlisloch machen. Nach wenigen Metern zweigt ein Pfad von Schotterweg ab und nicht mal 10 Minuten später passieren wir die verschlossenen Türen der Alpwirtschaft Wildmannli am Strichboden. Wir lassen die Alpwirtschaft links liegen und laufen auf einem Schotterweg abwärts, immer den Selun vor Augen.

Fünf Minuten später, nach einem kurzen Aufstieg, stehen wir vor dem Eingang der Höhle Wildenmannlisloch. Sie soll vor 40000 Jahren besiedelt gewesen sein. Wir wollen die 140m tiefe Höhle begehen und packen unsere Taschenlampen aus. An das sonnige Tageslicht gewöhnt, tappen wir zunächst trotz hellem Lampenschein fast im Dunkeln. Der Boden ist nass, holperig und sehr rutschig. Langsam tasten wir uns vor bis auch das Tageslicht vom Eingang nicht mehr zu sehen ist und wir am Höhlenende anstossen.

Zurück am Tageslicht, kehren wir über Strichboden zurück zur Vorderen Selunalp. Von dort geht es auf einem breiten Weg in weiten Kehren abwärts. Wieder fallen besonders viele tote Bäume am Berghang auf. Über Wiesenpfade und einen Waldweg erreichen wir schliesslich den Parkplatz am Ortsrand von Starkenbach.

Inzwischen wurde der Zaun um die Wiese, auf dem unser Auto steht, wieder geschlossen. Vielleicht dachten die Arbeiter, die morgens am Parkplatz die Markierarbeiten verrichteten, dass ein Auto, an dem ein ganzer Tag das Licht brennt, sowieso nicht wegfahren kann. Doch die Batterie ist stark und der Motor springt an. Und an einer Ecke lässt sich der Zaun öffnen. So kommen wir zu unserer letzten Einkehr in einer Gartenwirtschaft in Starkenbach.

Bild 1: Seilbahn-Talstation Starkenbach

Bild 2: schwebende Holzkiste

Bild 3: Strasse zur Vorder Höhi

Bild 4: Blick Richtung Wildhuser Schafberg

Bild 5: Weglos im Langenegg

Bild 6: Bauernhaus im Langenegg

Bild 7: Blick ins Toggenburg

Bild 8: Blume

Bild 9: über Langenegg

Bild 10: über Langenegg

Bild 11: über Langenegg

Bild 12: Hütte Nähe Grenzmauer

Bild 13: Drehkreuz und hohler Baum

Bild 14: Gemeinde- und Bezirksgrenze

Bild 15: Trollblume

Bild 16: Alp Arsch

Bild 17: Im Arsch

Bild 18: Im Arsch

Bild 19: Kleiner Fuchs auf Thymian

Bild 20: Alpenrose und Flockenblume

Bild 21: Weg zur Vorder Höhi

Bild 22: Blick Richtung Churfirsten

Bild 23: Wegweiser und Fahrradverbot

Bild 24: Betonsträsschen nach Starkenbach

Bild 25: Goggeien

Bild 26: Glarner Alpen

Bild 27: Alpstein

Bild 28: Hütte auf Vorder Höhi

Bild 29: Goggeien

Bild 30: Vorder Höhi und Gulmen

Bild 31: Leistchamm

Bild 32: Alpstein

Bild 33: Waldpfad Vorder Höhi - Flügenspitz

Bild 34: Säntis

Bild 35: Leistchamm

Bild 36: Hufeisenklee und Enzian

Bild 37: Gratweg zum Flügenspitz

Bild 38: Gratweg zum Flügenspitz

Bild 39: Blick Richtung Arvenbüel

Bild 40: Gratweg zum Flügenspitz

Bild 41: Tschellis

Bild 42: Schwalbenschwanz

Bild 43: Schwalbenschwanz

Bild 44: Leistchamm

Bild 45: Flügenspitz

Bild 46: Leistchamm

Bild 47: Säntis und Wildhuser Schafberg

Bild 48: Enzian

Bild 49: Tschellis und Alpstein

Bild 50: Gulmen und Flügenspitz

Bild 51: Mattstock

Bild 52: Gulmen und Flügenspitz

Bild 53: Felspfad unterm Leistchamm

Bild 54: Felspfad unterm Leistchamm

Bild 55: Felspfad unterm Leistchamm

Bild 56: Löffel am Drahtseil

Bild 57: Felspfad unterm Leistchamm

Bild 58: Alpenküchenschelle

Bild 59: Felspfad unterm Leistchamm

Bild 60: Mattstock, Speer, Gulmen und Flügenspitz

Bild 61: Drahtseil unterm Schäären

Bild 62: Abstieg

Bild 63: Alpenblumen

Bild 64: Schäären

Bild 65: Goggeien

Bild 66: Vergissmeinnicht

Bild 67: Goggeien

Bild 68: Aufstieg

Bild 69: Frühlingsenzian

Bild 70: Schneefeld

Bild 71: Mattstock, Speer und Flügenspitz

Bild 72: Felslandschaft

Bild 73: Pfad durch Felslandschaft

Bild 74: Felsenmeer

Bild 75: Drahtseilsicherung

Bild 76: Schneefeld

Bild 77: Felslandschaft

Bild 78: Karrenfeld

Bild 79: Karrenfeld

Bild 80: Alpenhahnenfuss

Bild 81: Enzian

Bild 82: Hinter-Selun

Bild 83: Tümpel auf Hinter-Selun

Bild 84: Stockberg und Neuenalpspitz

Bild 85: Alpenrosen

Bild 86: gelber Enzian

Bild 87: Alpenblumen

Bild 88: Goggeien

Bild 89: Hütte mit Vergissmeinnicht

Bild 90: Alpenblumen

Bild 91: Hinter-Selun

Bild 92: Blumenwiese

Bild 93: Blumenwiese

Bild 94: Blumenwiese

Bild 95: Blumenwiese

Bild 96: Säntis

Bild 97: Alpstein

Bild 98: Ochsenhütte

Bild 99: Vorder-Selun

Bild 100: Vorder-Selun

Bild 101: Strichboden und Säntis

Bild 102: Strichboden und Alpstein

Bild 103: Vorder-Selun

Bild 104: Alpstein

Bild 105: Alpstein

Bild 106: Weg bei Vordere Selunalp

Bild 107: Bergstation Seilbahn Starkenbach

Bild 108: Blumenwiese

Bild 109: Wildhuser Schafberg

Bild 110: Strichboden

Bild 111: Churfirsten

Bild 112: Alpstein

Bild 113: Wildmannlisloch

Bild 114: Churfirsten

Bild 115: im Wildmannlisloch

Bild 116: im Wildmannlisloch

Bild 117: Blick zum Alpstein

Bild 118: Alpstein

Bild 119: Rote Lichtnelke

Bild 120: Alpwirtschaft Wildmannli

Bild 121: Churfirsten

Bild 122: Neuenalpspitz und Lütispitz

Bild 123: Säntis und Wildhuser Schafberg

Bild 124: Starkenbach

Bild 125: Alpstein

Bild 126: Alt St. Johann und Wildhuser Schafberg

Bild 127: Waldweg bei Starkenbach

Bild 128: Starkenbach

Bild 129: Alt St. Johann und Wildhuser Schafberg

Bild 130: Alt St. Johann und Wildhuser Schafberg
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