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Brisen - Haldigrat (253)
Samstag 01.08.2009

Anfahrt: Rielasingen - Konstanz - Winterthur - Zürich - Afoltern - Luzern - Stans - Dallenwil

Route: Niederrickenbach - Ahorn - Brisenhaus - Bratöfili - Steinalper Jöchli - Brisen - Peterslücke - Haldigrat - Chäserstad - Chrüzhütte - Niederrickenbach

Gehzeit: ca. 6:00 h
Niederrickenbach - Ahorn  ... 0:35 h
Ahorn - Brisenhaus  ... 0:55 h
Brisenhaus - Bratöfili  ... 0:40 h
Bratöfili - Steinalper Jöchli  ... 0:30 h
Steinalper Jöchli - Brisen  ... 0:40 h
Brisen - Peterslücke  ... 0:40 h
Peterslücke - Haldigrat  ... 0:20 h
Haldigrat - Chäserstad  ... 0:20 h
Chäserstad - Chrüzhütte  ... 0:30 h
Chrüzhütte - Niederrickenbach  ... 0:50 h

Höhendifferenz: ca. 1250m

Distanz: ca. 15km

Von Dallenwil aus lassen wir uns mit der Seilbahn über 600 Höhenmeter zum Bergdorf Niederrickenbach befördern. Das Retourticket kostet 20 Schweizerfranken bzw. 13 Euro, mit einer Halbtax-Karte die Hälfte. Mit der Gondel, die max. 30 Personen fasst, sind wir in weniger als 10 Minuten oben.

Auf dem Wanderwegweiser gegenüber der Bergstation ist der Brisen zwei mal aufgeführt. Die Gehzeit über das Brisenhaus dauert 10 Minuten länger als die Gehzeit über den Haldigrat und wird mit 3 h 55 min. angegeben. Wenige Meter nach der Bergstation in Richtung Ortsmitte zweigt ein schwach markierter, aber unbeschilderter, schmaler Pfad nach links ab. Erst ignorieren wir ihn, dann erscheint er uns doch attraktiver als der breite Wirtschaftsweg.

Ein paar Minuten lang folgen wir dem steilen Wiesenpfad, der eine lange Südost-Schleife des breiten Wirtschaftsweges abkürzt. Dann treffen wir wieder auf den Wirtschaftsweg, der zuerst über weitere Kehren deutlich ansteigt und schliesslich unmerklich ansteigend bis zur Ahorn Alp in Richtung Südosten verläuft. So gewinnen wir in der ersten halben Stunde bereits 200 Höhenmeter auf eine Distanz von 2 Kilometern.

Von der Alp Ahorn sehen wir schon die spitze Zacke des Brisengipfels, sind uns aber noch nicht bewusst, dass wie diese besteigen werden. Und wenn, würden wir es sicher nicht für möglich halten. Deshalb laufen wir noch unbeschwert weiter, bis der Weg nach etwa 700m den Buoholz Bach kreuzt. Noch ein paar Kehren macht der Wirtschaftsweg bis zu einer weiteren Alm, dann dürfen wir mit einem Wiesenpfad vorlieb nehmen.

Steil steigt der Pfad am Brändlisboden gen Süden an. Vor Augen erscheinen die senkrechten Wände des Elfer, der wie ein schräger Tafelberg aussieht. Hinter uns taucht ganz langsam der Gipfel des Buochserhorn über der Musenalp auf. Man hat den Eindruck, der Gipfel des Buochserhorn wäre die höchste Stelle der Musenalp, dabei trennt die beiden der 200m tiefere Bleikigrat.

In einer halben Stunde steigen wir zum 300m höheren Brisenhaus, einer Hütte des SAC, auf. Kurz vor der Hütte begegnen uns ein paar Biker, die hinterm Sattel sitzend den unwegsamen Pfad hinunter balancieren und mal da mal dort auf die Schnauze fallen. Neben dem Brisenhaus sind viele Tischen und Bänke aufgestellt. Vielleicht verdanken wir das nur dem heutigen Datum, dem Nationalfeiertag der Schweizer.

Wir rasten und schauen mit Ehrfurcht auf den steilen Hang, den wir gleich, an den Ostwänden des Elfer vorbei, einige Hundert Meter hinauf steigen dürfen. Wir tun es ja freiwillig. Nachdem auch die Batterien der Nachzügler eine Schnellladung erfahren haben, nehmen wir den Aufstieg in Angriff. Oberhalb der Baumgrenze sind wir voll der Sonne ausgesetzt und kommen mächtig ins Schwitzen. Da wundert uns auch die örtliche Namensgebung nicht, denn ein Kreuzungspunkt, den wir nach 40 Minuten 300 Höhenmeter über dem Brisenhaus erreichen, nennt sich liebevoll Bratöfeli.

Wir biegen nach rechts ab und folgen dem Wanderwegweiser in Richtung Steinalper-Jöchli. Weniger steil umrundet der Pfad erst in Richtung Westen, dann nach Süden drehend einen Berg und trifft nach einer halben Stunde auf das angekündigte Steinalper-Jöchli. Der Gipfel des Brisen, unserem Ziel, zeigt sich von hier aus von einer abschreckenden Seite. Trotzdem bewegen sich an seiner Kante kleine Punkte. Das müssen mutige Wanderer sein.

Ein Teil unserer Gruppe, die mit den weichen Knien, entscheiden sich für die Untenrum-Variante. Sie steigen südlich des Zwelfer über wegloses Gelände ab, um auf den Pfad Richtung Peterslücke zu stossen. Der furchtlose(?) Rest lässt den Gipfel auf sich zukommen. Die geschätzte Gehzeit zum Gipfel übersteigt die Angabe auf dem Wanderwegweiser um ein Vielfaches, obwohl die Angaben in der Schweiz eher grosszügig bemessen sind.

Am oberen Ende eines steilen Südhangs aus Schotter und Steinplatten erwartet uns nach 10 Minuten eine grüne Wiese. Hier können wir durchschnaufen und die Felsformationen der Umgebung bestaunen. Links vom Risetenstock sehen wir jetzt auch den Gipfel der Schwalmis. Besonders beeindruckend sind auch die steilen Schotterhänge und der scharfe Gipfelgrat des Hoh Brisen. Deutlich ist unser Pfad im steilen Osthang des Brisen zu sehen.

Bis zum Sattel zwischen Hoh Brisen und Brisen folgen wir diesem Pfad, der im steilen Schotterhang etwas Vorsicht empfiehlt. Schon nach 20 Minuten lesen wir auf einem Wanderwegweiser die Aufschrift Brisen. Hier zweigt der Pfad zum Haldigrat ab. Wir folgen dem Wegweiser zum Brisengipfel mit der Zeitangabe von 5 Minuten.

Problemlos steigen wir die letzten Meter über den steilen aber breiten Grat zum kleinen Gipfelplateau hinauf. Ein kleines Steinmännchen mit einer Mini-Schweizerflagge aus Papier ziert den Gipfel. Auf drei Seiten scheint es senkrecht abzufallen. Die Aussicht ist fantastisch und lässt sich von der Mitte der kleinen Gipfelplattform auch richtig geniessen.

Ein grosser Schmetterling versucht, die Fotografen über die Gipfelkante zu locken, ohne Erfolg. Besonders scharf erscheint von hier aus der Gipfelgrat des benachbarten Hoh Brisen. Aber auch der Haldigrat, den wir anschliessend gehen wollen, macht einen spannenden Eindruck. Die umliegenden Berge sind klein geworden und das Buochserhorn hebt sich jetzt sehr deutlich von der Musenalp ab.

Nach einer Rast geben wir den Gipfelplatz für andere Wanderer frei und steigen wieder zum Sattel zwischen Hoh Brisen und Brisen ab. Auf dem Wanderwegweiser ist Haldigrat mit 50 Minuten angegeben. Damit ist nicht der Grat selbst gemeint, sondern die gleichnamige Bergstation eines Sessellifts. Der Grat geht auf und ab, doch der Pfad umgeht einige Anhebungen im steilen Wiesenhang.

Eine Stunde sind wir auf dem Haldigrat unterwegs und steigen dabei fast 500 Höhenmeter ab. Auf der Terrasse der Seilbahnstation treffen wir unsere Wanderkameraden wieder, die wegen des Gegenanstiegs nur 10 Minuten vorher dort angekommen waren. Wir machen eine Rast und erholen uns vom Auf- und Abstieg. Trotz Liftangebot sind wir alle noch bewegungsfreudig und setzen deshalb den Rückweg zu Fuss fort.

Die ersten 200 Höhenmeter geht es in Seilbahnnähe steil abwärts. Der Pfad schlängelt sich zwischen grossen Felsbrocken hindurch. Gelegentlich liegt eine Kuh mitten auf dem Pfad und glotzt uns nur gelangweilt an. Bei der idyllischen Alm Chäserstad entfernt sich der Pfad in Richtung Osten von der Seilbahn. Frisches Wasser tanken wir 200 Höhenmeter tiefer, bei der Chrüzhütten.

Kurz vor der Alp Ahorn steigen wir durch ein schattiges Waldstück in einen kleinen Tobel des Buoholz Baches hinunter. Schliesslich erreichen nach 30 Minuten wir über den breiten Wirtschaftsweg das Bergdorf Niederrickenbach, wo wir es uns auf einer Terrasse eines Gasthauses gut gehen lassen, bevor wir die letzte Seilbahn nach Dallenwil hinunter nehmen.
Stanserhorn und Pilatus über Niederrickenbach
Bild 1: Stanserhorn und Pilatus über Niederrickenbach
Stanserhorn
Bild 2: Stanserhorn (1898m)
Musenalp
Bild 3: Musenalp (1776m)
Elfer
Bild 4: Elfer (2082m)
lockt auch Kühe an
Bild 5: lockt auch Kühe an
Brisenhaus  und Musenalp
Bild 6: Brisenhaus (1753m) und Musenalp
Wegelagerer
Bild 7: Wegelagerer
Buochserhorn über Musenalp
Bild 8: Buochserhorn über Musenalp
Vierwaldstättersee
Bild 9: Vierwaldstättersee
Klewenalp
Bild 10: Klewenalp (1593)
Stanserhorn, Pilatus, Buochserhorn
Bild 11: Stanserhorn, Pilatus, Buochserhorn
Hoh Brisen und Brisen
Bild 12: Hoh Brisen und Brisen
Aufstieg vom Steinalper-Jöchli
Bild 13: Aufstieg vom Steinalper-Jöchli
Aufstieg vom Steinalper-Jöchli
Bild 14: Aufstieg vom Steinalper-Jöchli
Aufstieg vom Steinalper-Jöchli
Bild 15: Aufstieg vom Steinalper-Jöchli
Schwalmis und Risetenstock
Bild 16: Schwalmis und Risetenstock
Brisen
Bild 17: Brisen (2404m)
Querung Brisen-Osthang
Bild 18: Querung Brisen-Osthang
Aufstieg zum Brisen
Bild 19: Aufstieg zum Brisen
Hoh Brisen
Bild 20: Hoh Brisen (2413m)
Gipfelanstieg zum Brisen
Bild 21: Gipfelanstieg zum Brisen
Haldigrat
Bild 22: Haldigrat
Haldigrat
Bild 23: Haldigrat
Schmetterling
Bild 24: Schmetterling
auf dem Brisengipfel
Bild 25: auf dem Brisengipfel
Buochserhorn und Rigi-Kulm
Bild 26: Buochserhorn und Rigi-Kulm
Schwalmis und Risetenstock
Bild 27: Schwalmis und Risetenstock
Gipfelrast
Bild 28: Gipfelrast
Hoh Brisen
Bild 29: Hoh Brisen
Haldigrat
Bild 30: Haldigrat
Gipfelgrat im Süden
Bild 31: Gipfelgrat im Süden
Haldigrat
Bild 32: Haldigrat
Buochserhorn
Bild 33: Buochserhorn
Haldigrat
Bild 34: Haldigrat
Haldigrat, Stanserhorn, Pilatus
Bild 35: Haldigrat, Stanserhorn, Pilatus
Alpenastern
Bild 36: Alpenastern
Haldigrat
Bild 37: Haldigrat
Haldigrat
Bild 38: Haldigrat
Haldigrat und Brisen
Bild 39: Haldigrat und Brisen
Bergstation Haldigrat, Stanserhorn, Pilatus
Bild 40: Bergstation Haldigrat, Stanserhorn, Pilatus
Haldigrat
Bild 41: Haldigrat
Bergstation Haldigrat und Brisen
Bild 42: Bergstation Haldigrat und Brisen
Klewenalp und Rigi-Hochflue
Bild 43: Klewenalp und Rigi-Hochflue
Gipfelkreuz am Haldigrat
Bild 44: Gipfelkreuz am Haldigrat
Brisen
Bild 45: Brisen
Brisen
Bild 46: Brisen
Wegelagerer
Bild 47: Wegelagerer
Chäserstad
Bild 48: Chäserstad (1724m)
Brisen
Bild 49: Brisen
Niederrickenbach
Bild 50: Niederrickenbach (1162m)
Brisen
Bild 51: Brisen
Hüethütte
Bild 52: Hüethütte (1415m)
glückliche Bergkuh
Bild 53: glückliche Bergkuh
Berglandschaft mit Brisen
Bild 54: Berglandschaft mit Brisen
Blick zum Brisen
Bild 55: Blick zum Brisen
Stollen
Bild 56: Stollen
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