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Pischahorn (180)
Sonntag 05.08.2007

Anfahrt: Rielasingen - Konstanz - Rorschach - St.Margrethen - Sargans - Landquart - Davos - Talstation Pischa (1800m)

Route: Talstation Pischabahn (1800m) - Pischa - Pischahorn (2979m) - Pischasee - Verborgen Pischa - Pischa - Höfli - Talstation

Gehzeit: ca. 6:40 h
Tatstation Pischabahn - Pischa ... 1:50 h
Pischa (Bergstation) - Pischahorn ... 1:50 h
Pischahorn - Pischa (Bergstation) ... 1:40 h
Pischa - Talstation (Pischabahn) ... 1:20 h

Höhendifferenz: ca. 1200m

Distanz: ca. 15km


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Der Wanderführer aus dem Jahre 2002 beschreibt eine 4-stündige Wanderung auf das Pischahorn. Allerdings wird die Benutzung der Seilbahn bis Pischa vorausgesetzt. Aus Kostengründen wurde der Sommerbetrieb dieser Seilbahn jedoch schon vor Jahren eingestellt. Trotzdem kein Grund, die Wanderung auf das Pischahorn nicht doch zu machen.

Bei der Talstation der Pischabahn kann man nicht über Mangel an Parkplatz klagen. Es stehen sogar unzählige schattige Stellplätze im Parkhaus gratis zur Verfügung. In zwei Richtungen zeigt der Wanderwegweiser nach Pischa, wo die Bergstation der Pischabahn ihren Sommerschlaf hält. Wir entscheiden uns für den Aufstieg gen Osten, der die ersten Höhenmeter etwas sanfter angeht.

Der Wanderwegweiser bei der Talstation war der erste und vorläufig letzte deutliche Hinweis auf den richtigen Weg. An zwei Bauernhäusern vorbei lässt sich der Pfad nur noch spärlich erahnen. Noch ist alles grün und Bäume spenden kühlen Schatten. Plötzlich bricht der Pfad im wahrsten Sinnen des Wortes ab. In einer tiefen Bachrinne haben die Fluten den Übergang weggespült.

Während ein Teil der Wandergruppe die mehrere Meter tiefe Auswaschung hinunter und die andere Seite wieder hoch klettert, nimmt der andere Teil der Gruppe fast 100 Höhenmeter Umweg in Kauf, um auf die andere Seite der Bachrinne zu gelangen. Schliesslich sind wir wieder vereint und finden auch einen weiteren Wanderwegweiser, der uns die Richtung zur Bergstation anzeigt.

Bereits eine Stunde nach Beginn der Wanderung erreichen wir die obere Baumgrenze. Ab hier wächst nur noch spärlich Gras, dafür versperrt kein Baum die Aussicht. Auch der lebhafte Strassenverkehr zwischen Davos uns Flüelapass ist kaum mehr zu hören. An der Talstation eines Skiliftes kehrt der Weg in Richtung Norden.

Bald kommt die Bergstation der Pischabahn in Sicht. Während die Ungeduldigen querfeldein direkt auf die Bergstation zulaufen, benutzen die Anderen den Normalweg, der im grossen Bogen aus nördlicher Richtung zur Bergstation hin führt. Dort setzen wir uns auf die Holzbänke mit Windschutz und erholen uns von den ersten 700 Höhenmetern. Während der kurzen Pause kommen neugierige Kühe bis auf Tuchfühlung an uns heran. Wäre da nicht der elektrische Zaum, vielleicht würden sie uns das Vesper aus der Hand fressen.

Jetzt beginnt die eigentliche Wanderung, so wie sie im Wanderführer beschrieben ist. Unterhalb des Pischagrads führt der steinige Weg bergauf in Richtung Osten, hinauf zum Höhenrücken, der vom Pischahorn zum Hüreli führt, bis auf eine dem Pischahorn vorgelagerte Kuppe. Eine kurze Passage ist mit einem am Fels fixierten Seil gesichert. Durch eine steile Geröllhalde schlängelt sich nun der Pfad weiter, bis hinauf zum Gipfel des Pischahorn.

Auf dem weitläufigen Gipfel ist viel Platz. In einigem Abstand sind mehrere Steinmännchen aufgestellt. In den grössten Steinmann ist ein Blechkanister eingebettet, der das Gipfelbuch beinhaltet. Wären wir von den insgesamt 1200 Höhenmetern nicht so geschafft, würden wir vielleicht im Schneefeld eine Schneeballschlacht veranstalten. So sitzen wir nur still, geniessen die Rundumsicht und kühlen die heissgelaufenen Füsse im Schnee ab.

Beeindruckend ist der kleine Gletscherfleck südöstlich des Gipfels, aber auch nebenan die mächtigen Plattenhörner und der Piz Linard, der als höchste Erhebung der Silvretta gilt. Ganz in der Ferne sind unverkennbar die Churfirsten zu sehen. Und im Süden ragt das spitze Schwarzhorn in die Höhe. Sogar zwei Ziegen haben sich die Mühe gemacht, den Gipfel zu erklimmen.

Nach einer ausgedehnten Pause setzen wir die Tour fort. Über den teilweise schmalen, aber nicht so steilen Nordgrad steigen wir etwa 250 Höhenmeter ab. An einer Stelle müssen wir durch einen schmalen Felsspalt schlüpfen. Besonders korpulente Wanderer hätten (nicht nur) hier ein Problem. Eine weitere schmale Passage ist mit einem Seil gesichert. Sie liesse sich aber auch ohne Seil problemlos überwinden.

Nahe des glasklaren Pischasees, den wir schon vom Gipfel aus sehen konnten, beginnt ein kleiner Gegenanstieg. Über 400 Höhenmeter unterhalb des Gipfels steigen wir in dem Gebiet Namens "Verborgen Pischa" zum Höhenrücken hinauf, den wir beim Aufstieg schon einmal überschreiten mussten. Von dort sehen wir bereits die Bergstation der Pischabahn, die wir in 20 Minuten erreichen.

Das Ende der im Wanderbuch beschriebenen Rundwanderung ist erreicht. Nicht für uns, denn wir müssen noch etwa 700 Höhenmeter bis zur Talstation hinunter steigen. Dazu benutzen wir den Wanderweg, der sich in langen Serpentinen nördlich der Pischabahn über steile Wiesen hinunter schlängelt. Besonders im oberen Abschnitt ist der Weg sehr ausgewaschen, so dass es angenehmer ist, neben dem Weg im Gras zu laufen.

Zweihundert Höhenmeter über unserem Endziel rasten wir ein letztes Mal bei der Talstation einer weiteren Seilbahn. Im Winter werden auf der grossen Terrasse wohl Hunderte von Skifahrern verweilen. Jetzt aber sind alle Fenster und Türen verrammelt und ausser uns kein Mensch zu sehen. Höchstens 15 Minuten benötigen wir noch, um den steilen Schotterweg, das letzte Stück, bis zur Talstation der Pischabahn hinunter zu laufen.

Bild 1: Abbruch des Wanderweges

Bild 2: Baumgrenze

Bild 3: Tümpel mit Blick Richtung Davos

Bild 4: Zwillinge?

Bild 5: Pischagrat

Bild 6: Pischahorn (2979m)

Bild 7: Pischagrat

Bild 8: Blick Richtung Südwesten

Bild 9: Südwestgrat Pischahorn

Bild 10: Südwestgrat Pischahorn

Bild 11: Margeriten

Bild 12: Blick Richtung Davos (1552m)

Bild 13: Schwarzhorn (3147m)

Bild 14: Aufstieg Südwestgrat

Bild 15: Schotterfeld

Bild 16: Seen in Verborgen Pischa

Bild 17: Steinmännchen auf Pischahorn

Bild 18: Plattenhörner (3188m) und Piz Linard (3410m)

Bild 19: Blick Richtung Südosten

Bild 20: Wisshorn (2832m) und Roggenhorn (2890m)

Bild 21: Schneefeld uns Gletscher

Bild 22: Gipfelflora

Bild 23: Gipfelsteinmann Pischahorn

Bild 24: See in Verborgen Pischa

Bild 25: Nordwestrücken Pischahorn

Bild 26: Gletscherfleck in der Nordwestflanke

Bild 27: schmale Passage am Grat

Bild 28: Gratweg

Bild 29: Plattenhörner und Piz Linard

Bild 30: Pischahorn mit Gletscherfleck

Bild 31: Pischasee

Bild 32: Seilsicherung

Bild 33: Pischasee

Bild 34: Gämswurz

Bild 35: Margeriten

Bild 36: Weg durchs Schotterfeld

Bild 37: Blick Richtung Flüela Wisshorn (3085m)
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