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Hundwiler Höhi (232)
Samstag 17.01.2009

Anfahrt: Rielasingen - Stein am Rhein - Frauenfeld - Wil - Gossau - Herisau - Zürchersmühle   

Route: Zürchersmühle - Ramsten - Müllershöhi - Hundwiler Höhi - Ochsenhöhi - Hundwiler Höhi - Berg - Aueli - Zürchersmühle

Gehzeit: ca. 4:00 h
Zürchersmühle - Ramsten  ... 0:40 h
Ramsten - Müllershöhi  ... 0:35 h
Müllershöhi - Hundwiler Höhi  ... 0:35 h
Hundwiler Höhi - Ochsenhöhi  ... 0:20 h
Ochsenhöhi - Hundwiler Höhi  ... 0:25 h
Hundwiler Höhi - Berg  ... 0:25 h
Berg - Aueli  ... 0:35 h
Aueli - Zürchersmühle  ... 0:25 h

Höhendifferenz: ca. 650m

Distanz: ca. 12km


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In Zürchersmühle starten wir vom kleinen Parkplatz, in dessen Nähe auch eine öffentliche Wanderkarte montiert ist. Nach einem schattigen Hohlweg wird es entlang eines zugefrorenen Baches auch nicht wärmer. Interessant sind die unzähligen die Luftblasen zu beobachten, die sich unter der Eisoberfläche des Baches in Flussrichtung bewegen.

Da droben, auf dem Berg, strahlt ein Haus in der Sonne, da ist es sicher wärmer, da wollen wir hin. Bergan, auf laubbedecktem Pfad, wird es uns wärmer. Dafür sogen nicht nur erste Sonnenstrahlen, sondern auch die Steigung. Trotzdem ist der Boden noch gefroren und stellenweise rutschig.

Am sonnigen Hang ziehen wir schliesslich die dicken Jacken aus. Wo die Sonne den Boden küsst, sind auch die letzten Schneereste geschmolzen. Ab einem Bauernhof folgt der Wanderweg einem Asphaltsträsschen. Wir kürzen zunächst über eine Wiese ab.

Den herumliegenden Baumstämmen zufolge müssen die Waldarbeiter in den letzten Tagen ziemlich fleissig gewesen sein. Entweder wurden die Stämme mit dem Hubschrauber transportiert, oder bei Schneelage über den Schnee gezogen. Die Wiesen sind jedenfalls nicht beschädigt.

Nach wenigen hundert Metern endet das Asphaltsträsschen an einem Parkplatz. Das Tauwasser des Vortages ist zu einer grossen, spiegelglatten Eisflächen gefroren. Wegen der Anfahrtsmöglichkeit ist der Wanderweg ab hier sehr ausgetreten und rutschig. Wir suchen am Wegesrand weniger begangene Schneeflächen und kürzen über die steile Wiese ab.

Der Weiterweg an einem senkrechten Fels entlang sieht aus der Ferne ziemlich heikel aus, vereist und exponiert. Bei näherer Betrachtung ist das heikle Stück aber kurz und problemlos zu überwinden. Unterhalb von senkrechten Nagelfluhwänden führt der interessante Weg jetzt durch den Wald, bis er nach einigen hundert Metern ins freie Gelände mündet.

Die letzten 100 Höhenmeter kürzen wir die vielen Serpentinen des Wanderweges komplett über die Wiesen ab, da diese eher einer vereisten Rodelbahn gleichen. Auf der Sonnenterrasse halten es einige Wanderer im Windschutz der Hauswand aus und löffeln ihre Suppe oder trinken heissen Punsch. Das Windrad auf dem Gipfel dreht sich flott im eisigen Wind.

Wir geniessen die herrliche Weitsicht, die bis mindestens in die Zentralschweiz reicht. Die Mythen erkennen wir ganz sicher, beim Pilatus sind wir nicht ganz so sicher. Der Bodensee ist komplett im Nebel abgetaucht, weshalb wir schliesslich von dort geflüchtet sind.

Der schneebedeckte Grat in Richtung Nordosten verlockt uns dazu, noch ein paar Meter weiter zu laufen. Ab der Stelle, wo der Grat im Wald verschwindet, ist er schneefrei und bequem zu gehen. Nach ein paar Minuten können wir in der Tiefe den Bauernhof Ochenhöhi sehen, den wir als Wendepunkt unserer Wanderung bestimmt haben.

Bis dort hin steigen wir 100 Höhenmeter über einen schneebedeckten Osthang ab. Der Bauernhof wird offensichtlich im Winter nicht bewohnt, aber riesige Haufen von gespaltenem Brennholz deuten darauf hin, dass dort trotzdem gearbeitet wird.

Wir halten uns nicht lange auf, denn auf der Sonnenterrasse der Hundwiler Höhi wollen wir eine Vesperpause einlegen. Obwohl wir zur Hundwiler Höhi die 100 Meter wieder aufsteigen müssen, benötigen wir für den Rückweg nur unwesentlich mehr Zeit. Auf der Terrasse sitzend haben wir das mächtige Massiv des Alpstein vor Augen.
Für den weiteren Rückweg haben wir uns den sonnigeren Südhang ausgesucht. Die Schneereste lassen sich gut über die Wiesen umgehen. Über einen von blattlosen Sträuchern gesäumten Gratweg erreichen wir nach 25 Minuten den Bauernhof Berg. Dort wundern wir uns über einen Kamin, der aus einer grossen Wassertonne heraus ragt. Beim näheren Betrachten lesen wir: "Entspannen-Geniessen-Schlemmen, Badespass für Jedermann". Es handelt sich um das wohl kleinste, beheizbare Freibad mit Säntsiblick.

Über sonnige Wiesen steigen wir weiter ab und landen beim Bauernhof Büel an einem Asphaltsträsschen, das direkt nach Zürichsmühle zurück führt. Wir suchen einen interessanteren Weg und gehen querfeldein, südwärts zum Riserenbächli hinunter. Die Fussspuren entpuppen sich bald als Tierspuren. Entlang eines Zaunes lässt es sich aber einigermassen bequem bachabwärts laufen.

Wo das Asphaltsträsschen das Riserenbächli überquert, treffen wir wieder auf das Strässchen. In nur 30 Minuten laufen wir nach Zürichsmühle zurück und werden dabei auch noch von den letzten Sonnenstrahlen des Tages verwöhnt.

Bild 1: Riserenbächli

Bild 2: Egg

Bild 3: Blick zum Säntis

Bild 4: Nagelfluh

Bild 5: Ziehharmonika

Bild 6: Windrad auf dem Gipfel

Bild 7: Hundwiler Höhi (1306m)

Bild 8: Wolken

Bild 9: Appenzell und Fähnerenspitz

Bild 10: Blick auf Ochsenhöhi

Bild 11: Baumfrucht

Bild 12: Wolken

Bild 13: Blick Richtung Stockberg

Bild 14: Wolken überm Säntis

Bild 15: Gigershöhi

Bild 16: Gratweg bei Berg

Bild 17: Blick Richtung Hochhamm

Bild 18: Hundwiler Höhi

Bild 19: beheiztes Freibad mit Säntisblick

Bild 20: abgebrannte Schwedenfackel

Bild 21: Wolken

Bild 22: Wanderweg bei Büel

Bild 23: neugieriges Kalb

Bild 24: Weihnachtsmann
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