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Guscha, Chapfensee (225)
Sonntag 31.08.2008

Anfahrt: Rielasingen - Konstanz - Rorschach - St.Margrethen - Sargans - Flums - Saxli

Route: Schönhalden - Guscha - Chammhüttli - Mädens-Hintersäss - Mädens-Vorsäss - Schwarzenberg - Chapfensee - Ostdamm - Mels Bhf

Gehzeit: ca. 5:00 h
Schönhalden - Guscha  ... 1:30 h
Guscha - Chammhüttli  ... 0:30 h
Chammhüttli - Mädens-Hintersäss  ... 0:30 h
Mädens-Hintersäss - Mädens-Vorsäss  ... 0:20 h
Mädens-Vorsäss - Schwarzenberg  ... 0:20 h
Schwarzenberg - Chapfensee  ... 0:40 h
Chapfensee - Ostdamm  ... 0:10 h
Ostdamm - Mels Bhf  ... 1:00 h

Höhendifferenz: ca. 900m

Distanz: ca. 17km


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Mit dem Auto fahren wir bis Saxli, einem Ortsteil von Flims. Das Zugseil der Seilbahn bewegt sich, der einzige Hinweis, dass die Bahn in Betrieb ist. Von Personal und Kasse keine Spur. Lediglich eine Hand voll Fahrgäste warten am Seilbahnhäuschen. Wir lesen, dass bei Fahrtwunsch das Telefon benutzt werden soll.

Eine Doppelgondel für je 4 Personen nähert sich langsam. Es ist die Einzige am ganzen Seil. Mit zwei Fuhren kommt die ganze Gruppe nach oben, zum Berghotel Schönhalden auf dem Wildberg. Bei der Bergstation erwartet uns ein freundlicher Seilbahnwärter und kassiert von jedem Fahrgast 11,00 SFR. Wir informieren uns über die Örtlichkeiten. Seine Frage nach Schwindelfreiheit sorgt vereinzelt für Verunsicherung.

Ein Blick von der Aussichtsterrasse des betagten, rustikalen Berghotels auf die Churfirsten und los geht's. Vom Berghotel aus ist das Gipfelkreuz des Guscha schon zu sehen. Es steht jedoch fast 700 Höhenmeter über uns, aber nicht ganz auf dem Gipfel des Guscha. Auf dem Wanderwegweiser wird eine Gehzeit von 2 Stunden angegeben.

Auf dem steilen Wiesenpfad begegnen wir einer Herde von Kühen aller Farben. Nach 20 Minuten liegen die ersten 200 Höhenmeter bereits hinter uns. Am Waldrand kommt der Marsch ins Stocken, ein Mäuerchen muss überklettert werden. Von dort geht es 300 Meter Richtung Süden und nach einer spitzen Kehre ebenso weit wieder Richtung Norden. Insider würden diesen Schlenker wohl abkürzen.

Jetzt wird der tief ausgetretene Wiesenpfad so steil, dass teilweise auch die Hände zum Einsatz kommen. Das ist zwar beschwerlich, erleichtert aber das Pflücken von Heidelbeeren, die zahlreich an den Sträuchern hängen. Die Heidelbeersträucher sorgen auch dafür, dass die vom Seilbahnwart angesprochene Schwindelfreiheit nicht ganz so ernst genommen werden muss. Nach einer guten, schweisstreibenden Stunde kommt das Gipfelkreuz in Sicht.

Obwohl das Kreuz nicht an höchster Stelle des Guscha steht, machen wir hier eine kleine Vesperpause und geniessen die Aussicht auf die Gipfel der Churfirsten. Dunkle Wolken bewegen uns dazu, die Pause zu beenden und die Wanderung fortzusetzen. Nur wenige Höhenmeter trennen uns noch vom wahren Gipfel des Guscha, der lediglich durch einen Steinmann gekennzeichnet ist. Bereits nach 10 Minuten Gehzeit auf dem Gratweg passieren wir den Gipfelsteinmann des Guscha.

Jenseits des Steinmanns geht es 100 Höhenmeter über Weideflächen und an deren Einzäunung entlang zum Chammhüttli hinunter. Im Osten sehen wir, an den steilen Felswänden des Guscha vorbei, den Chapfensee, zum dem wir noch über 1000 Höhenmeter hinunter steigen wollen. Über einen Steinmauerweg verlassen wir Chammhüttli. Einen Wegweiser finden wir nicht, aber es ist der einzige Weg, der nach unten führt.

Obwohl ausreichend rotweisse Markierungen vorhanden sind, lassen wir uns von den Spuren der Kühe vom rechten Weg abbringen. Über die Weiden erreichen wir nach 30 Minuten die Alm Mädens-Hintersäss und nach weiteren 20 Minuten über ein Fahrsträsschen die Alm Mädens-Vorsäss. Die Umgebung ist jetzt wieder etwas flacher und erinnert wegen der Nadelbäume eher an den Schwarzwald.

Beim Blick zurück erkennen wir voller Stolz den steilen Kammrücken des Guscha, den wir vor Stunden erklommen haben. Der Chapfensee rückt sichtbar näher. Er liegt nur noch 500 Höhenmeter unter uns. Die Serpentinen des Fahrweges kürzt der Wanderweg über die Wiesen ab. Nach 20 Minuten treffen wir bei Schwarzenberg wieder auf die Strasse. Weitere Serpentinen werden abgekürzt und schliesslich gelangen wir durch eine idyllisches Waldstück zum Westufer des Chapfensees.

Ein gut belegter Parkplatz lässt uns schon erahnen, dass wir nicht die Einzigen am See sein werden. Auf der Suche nach einer Einkehrmöglichkeit steuern wir ein altes Bauernhaus an, das uns mit der grossen Aufschrift "Kiosk" und "Getränke" lockt. Wie wir wegen Mangel an Sitzplatz kehrt machen, werden wir mit den Worten "komische Lüt" verabschiedet.

Am Nordufer des Chapfensees finden wir zwei leere Sitzbänke, die wir für eine Vesperpause belegen. Danach folgen wir weiter dem Nordufer in Richtung Osten. Ein Teil der Gruppe macht einen kleinen Abstecher zu einem Aussichtspunkt, von dem ein herrlicher Blick ins Seeztal und zum Gonzen herrscht. Wenige Minuten später treffen sich alle wieder am Ostdamm des Chapfensees.

Ein Wegweiser zeigt eine Gehzeit von 1:10 Stunden nach Mels an. Es ist 15:11 und um 16:22 Uhr fährt ein Zug von Mels nach Flims, der für uns interessant wäre. Ob die Zeitangabe für den Abstieg jedoch bis zum Bahnhof gilt, wissen wir nicht. Wir wissen auch noch nicht, wo sich der Bahnhof befindet.

Wir wollen es schaffen, diesen Zug zu erreichen und beschleunigen das Tempo. Immerhin sind noch 500 Höhenmeter anzusteigen und es geht und geht nicht bergab. Nach einem halben Kilometer zweigt endlich ein Weg nach unten ab. Nicht alle können bei dem Tempo mithalten, so geben wir den Plan auf, den Zug um 16:22 Uhr erwischen zu wollen.

Den letzten Abschnitt laufen wir auf der wenig befahrenen Strasse nach Mels hinein. Wir haben eine herrliche Sicht über das Städtchen und die Weinberge am Ortsrand. Im Ort finden wir einen Wegweiser zum Bahnhof mit Zeitangaben. Wir liegen so gut in der Zeit, dass es doch klappen müsste. Also hopp!

Rechtzeitig sind wir am Bahnhof, müssen sogar noch ein paar Minuten auf unseren Zug warten. Leider ist der einzige Fahrscheinautomat defekt. So müssen wir ohne Bezahlung von Mels nach Flims fahren. In den 5 Minuten Fahrzeit kommt auch kein Schaffner, der von uns hätte Fahrgeld kassieren können.

Bild 1: Wiese mit Struktur und Chrfirsten

Bild 2: Kühe aller Farben

Bild 3: Churfirsten

Bild 4: Pfad mit Guscha

Bild 5: finstere Wolken

Bild 6: Blick auf die Churfirsten

Bild 7: Pfad mit Guscha

Bild 8: Blick auf die Churfirsten

Bild 9: steiler Aufstieg

Bild 10: Felseinschnitt

Bild 11: Blick auf die Alvierkette

Bild 12: steiler Aufstieg

Bild 13: Alvier und Gonzen

Bild 14: Blick auf die Churfirsten

Bild 15: Gipfelkreuz Guscha

Bild 16: Gratweg zum Guschagipfel

Bild 17: Gipfelsteinmann

Bild 18: Spitzmeilen (2501m)

Bild 19: Blick von Vorderchamm

Bild 20: Chammhüttli (2041m)

Bild 21: Fels bei Mädens-Hintersäss

Bild 22: Kuhglocken

Bild 23: Berglandschaft

Bild 24: Kammrücken zum Vorgipfel des Guscha

Bild 25: Gonzen (1830m)

Bild 26: Gonzen und Chapfensee

Bild 27: Chapfensee (1030m)

Bild 28: Chapfensee mit Ostdamm

Bild 29: vierbeinige Wegelagerer

Bild 30: Waldstück nähe Chapfensee

Bild 31: Chapfensee und Guscha

Bild 32: Gonzen und Mels

Bild 33: Gonzen

Bild 34: Weintrauben

Bild 35: Mels, Fläscherberg, Falknis

Bild 36: Ortseingang Mels
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