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Gufelstock (334)
Dienstag 16.08.2011

Anfahrt: Rielasingen - Stein am Rhein - Frauenfeld - Wil - Wattwil - Ricken - Schänis - Glarus - Ennenda

Route: Bärenboden - Äugsten - Ober Fessis - Bi den Seelenen - Wechselplangge - Gufelstock - Heustock - Äugsten - Bärenboden

Gehzeit: ca. 6:30 h
Bärenboden - Äugsten ... 0:10 h
Äugsten - Ober Fessis ... 1:35 h
Ober Fessis - Bi den Seelenen ... 1:00 h
Bi den Seelenen - Wechselplangge ... 0:55 h
Wechselplangge - Gufelstock ... 0:15 h
Gufelstock - Heustock ... 0:50 h
Heustock - Pause ... 0:20 h
Pause - Alpeli ... 0:55 h
Alpeli - Äugsten ... 0:20 h
Äugsten - Bärenboden ... 0:10 h

Höhendifferenz: ca. 1250m

Distanz: ca. 15km

Die Äugstenbahn von Ennenda bei Glarus fährt nur auf Anmeldung auf den 1000 Meter höheren Bärenboden. Über die Rufnummer 0041 55 640 81 53 vereinbaren wir eine Abfahrtszeit um 8:45 Uhr. Exakt um 8:45 Uhr treffen wir am Parkplatz der Talstation ein und sehen gerade die Kabine abfahren.

Jetzt müssen wir mit dem Anziehen der Wanderschuhe nicht mehr hetzen, denn die nächste Bahn fährt erst in einer halben Stunde. Doch wegen des hohen Andrangs müssen wir nach dem Kauf des Retour-Tickets für 19,00 Franken nur einsteigen und los geht's. Die offene Holzkiste, wie sie oft im Internet noch abgebildet ist, wurde inzwischen durch eine moderne, geschlossene Gondel für 8 Personen ersetzt.

Bereits um 9:00 Uhr stehen wir am Bärenboden und sind überwältigt von der herrlichen Aussicht ins Linthtal und zum Glärnisch. Die nächste Einkehrmöglichkeit und weitere Wegweiser sind in 10 Minuten abgekündigt, doch über den breiten, sanft ansteigenden Wanderweg erreichen wir die Äugstenhütte schon nach 7 Minuten. Gerade eben erreichen die ersten Sonnenstrahlen die Hütte, unser Weiterweg liegt noch im morgendlichen Schatten.

Ganz schön nass werden die Hosenbeine, denn an den Grashalmen auf dem und am Weg haften noch die Regentropfen der vergangenen Nacht. Über uns ist der Himmel zwar blau, aber die Morgensonne steht noch zu tief, um den steilen Westhang zu anzustrahlen. Wir sind gar nicht so traurig darüber, denn durch die Anstrengung haben wir genug Hitze.

Erst 40 Minuten später zündet uns die Sonne nach 300 Höhenmeter beim Alpeli ins Gesicht. Um eine Hütte herum sind die Wiesen ordentlich gemäht. Vor der Hütte sprudelt ein Brunnen und eine Sitzbank lädt zum Verweilen ein. Wir gönnen uns nur eine kurze Trinkpause und tauchen dann wieder in den Schatten des steilen Westhanges ein.

Mühsam ist ein Bauer am sehr steilen Wiesenhang damit beschäftigt, das Gras mit der Sense zu mähen. Zum Fotografieren ist es fast zu dunkeln und wir scherzen noch, dass wir ja den gleichen Weg zurück kommen werden und den Bauer dann in der Sonne bei seiner Arbeit fotografieren können.

Nach einer knappen halben Stunde erreichen wir die Hochebene Fessis. Jetzt ist uns die Sonne sicher, kein Berg kann sie daran hindern, uns ins Gesicht zu lachen. Auf einem Wanderwegweiser ist der Gufelstock angeschrieben. Ziemlich spärlich sind die rotweissem Markierungen und nur eine schwache Trittspur ist zu sehen. Was wir aber dann als Wanderpfad interpretieren sind wohl die Spuren von Kühen. Und im Nu kommen wir Richtung Süden vom richtigen Weg ab.

Eigentlich wollen wir auf einen Gipfel steigen, doch statt dessen verlieren wir an Höhe. Da sehen wir eine Alm und deutliche Spuren dort hin, vermutlich auch von Kühen gemacht. Von knapp 2000m sind wir nun wieder auf 1848m zur Alm Ober Fessis abgestiegen. Auf dem Wanderwegweiser ist der Gufelstock angeschrieben. Die junge Bäuerin zeigt uns den Weg und verspricht, dass die Markierungen jetzt wieder besser zu sehen sind.

Beim Verlassen der Alm kommt ein gehörntes Rindvieh auf uns zugesprungen. Dank elektrischem Weidezaun hält sich unsere Panik in Grenzen. Tatsächlich zeigen jetzt rotweisse Stangen den Verlauf des Weges an. Nicht immer auf dem Pfad hangeln wir uns von Stange zu Stange durch. Am steilen Wiesenhang heizt uns die Sonne jetzt ordentlich ein.

Fast eine Stunde lang schleppen wir uns hinauf und stossen nach 300 Höhenmetern an den ersten See einer ganzen Seengruppe auf einer Hochebene, die auf der Karte mit "Bi den Seelenen" bezeichnet ist. Wir turnen um das Seelein herum, stossen dabei auf das nächste Seelein und hangeln uns dann von Seelein zu Seelein, bis wir nach fast einer dreiviertel Stunde von der Höhe einen Überblich über die ganze Seenlandschaft haben.

Nordwärts umgehen wir einen Hügel und gelangen durch karges Gelände nach einer Viertelstunde auf die Passhöhe Wechselplangge. Von hier aus sehen wir auch die Bergwelt im Osten, die bisher vom Ausläufer des Gufelstock verdeckt war. Der Gufelstock ist auf dem Wanderwegweiser mit einer Gezeit von 15 Minuten angeschrieben.

Steil geht es einen Gratweg noch etwa 100 Höhenmeter zum Gipfel des Gufelstock hinauf. Statt einem Gipfelkreuz erwartet uns eine Stange an der zwei Behälter befestigt sind, ein eckiger Metallbehälter und ein runder Plastikbehälter. Im Plastikbehälter befindet sich das Gipfelbuch.

Über den Gipfelgrat sehen wir hinüber zum Heustock und zum Schwarzstöckli. Rechts daneben ist im Hintergrund der Speer und etwas näher der steile Nordhang des Mürtschenstock zu sehen. Mit etwas Aufmerksamkeit könnte man noch mehr Gipfel ausmachen, doch ein frisches Lüftchen bewegt uns zum Weitergehen. Kurz zuvor berichtet uns der erste Wanderer, den wir an diesem Tag treffen, dass die Gratüberschreitung vom Gufelstock zum Heustock bis auf ein paar kurze Passagen problemlos zu machen ist.

Markierungen gibt es auf dem Grat keine, doch eine deutliche Spur ist nicht zu übersehen und Alternativen zum Grat selbst gibt es kaum. Ein paar mal geht es knapp am Gratrand entlang, so dass Schwindelfreiheit von Vorteil ist. An einer Kante scheint anspruchsvolles Klettern am ausgesetzten Fels angesagt, doch die Stelle kann unterhalb des Grats fast bequem umgangen werden. Dann schreckt für einen Moment eine ausgesetzte Kraxelstelle, die aber glücklicherweise mit einem Drahtseil versehen ist.

Rechterhand kommen jetzt in der Tiefe die Murgseen zum Vorschein. Und auf der linken Seite sehen wir bis zum Klöntaler See. Die Gipfel um den Klöntaler See, insbesondere der Vorder Glärnisch, sind immer wieder von Wolken verhüllt und wenige Minuten später wieder frei. Fast eine Stunde lang turnen wir über den luftigen Grat, bis es schliesslich, nach einem leichten Gegenanstieg, nördlich vom Heustock wieder abwärts geht.

In etwa 100 Meter Tiefe ist deutlich ein Pfad zu sehen, der sich durch das felsendurchsetzte Grün zieht. Weglos steuern wir diesen Pfad an und folgen ihm dann leicht abwärts in Richtung Süden. Vor uns sehen wir den Hächlenstock, den der Pfad linkerhand umgeht. Erst wie wir den Eindruck haben, dass kein Gegenanstieg mehr zu erwarten ist, gönnen wir uns eine Pause, die jedoch von den Meisten zum Fotografieren die vielen Alpenblumen genutzt wird.

Zu den verwaschenen roten Markierungen gesellen sich nun dunkelrote Kreuze an den Felsblöcken. Dass diese Kreuze nichts mit Wegmarkierung zu tun haben sehen wir spätestens, wie wir über einer Felswand stehen und nicht weiter kommen. Weglos kraxeln wir in die Richtung, in der wir den offiziellen Pfad vermuten und finden ihn schliesslich wieder.

Nach ungefähr einem Kilometer stossen wir auf den Kreuzungspunkt, an dem wir am Morgen mangels Wegmarkierungen die falsche Richtung eingeschlagen hatten. Wir hätten quer über die Hochebene Fessis in Richtung Osten, statt nach Süden zur Alm Ober Fessis hinunter gehen sollen. Über einen recht holprigen Pfad steigen wir jetzt in Richtung Westen ab.

Nach wenigen Hundert Metern wendet sich der Pfad in Richtung Norden, auf das Alpeli zu. Beim Abstieg durch die steilen Wiesen treffen wir tatsächlich wieder den Bauern an, der immer noch mit der Sense beschäftigt ist, doch inzwischen in der hellen Sonne. Auf diesem Abschnitt begegnen wir jetzt mehreren Wanderern, während wir den ganzen Tag gerade mal zwei einzelnen Wanderern begegnet sind.

Bei der Heuerhütte am Rande des Alpeli herrscht grosser Andrang am sprudelnden Brunnen. Man muss sich hinten anstellen, um die Trinkflasche mit eiskaltem Quellwasser füllen zu können. Am entfernten Wiesenhang sind mehrere Gämsen zu beobachten. In kleinen Gruppen queren sie hektisch den Hang und verschwinden wieder im Dickicht.

Wir rasten kurz und laufen dann im Sauseschritt in weniger als einer halben Stunde die letzten 300 Höhenmeter zur Äugstenhütte hinunter. Dort setzen wir uns auf die Aussichtsterrasse und lassen es uns mit der Gewissheit, dass nur noch wenige Minuten bis zur Seilbahnstation zu laufen sind, gut gehen.

Auf die Anfrage beim Wirt nach einer Anmeldung bei der Seilbahn, antwortet dieser, dass die Bahn automatisch immer um Viertel und Dreiviertel hinunter fährt. Tatsächlich steht am Bärenboden die Kabine mit offener Türe bereit und neben den zwei bereits eingestiegenen Personen hat unser kleines Grüppchen auch noch Platz.

Kaum eingestiegen fährt die Bahn schon los und transportiert uns in wenigen Minuten ins Tal hinunter. Während der Seilbahnfahrt können wir eine typische Märklinlandschaft fotografieren, die im Abendlicht in einem hellen Grün leuchtet, das es eigentlich gar nicht gibt.

Bild 1: Äugstenbahn und Glärnisch

Bild 2: Blick ins Linthtal

Bild 3: Glärnisch und Vorder Glärnisch

Bild 4: Äugstenhütte

Bild 5: Blick ins Linthtal

Bild 6: Wiggis und Rautispitz

Bild 7: Pfad über Alpeli

Bild 8: Pfad über Alpeli

Bild 9: Alpenblumen mit Glärnisch

Bild 10: Blick auf Glarus und Augstenhütte

Bild 11: Schafleger (2024m)

Bild 12: Schafleger und Glärnisch

Bild 13: roter Tümpel

Bild 14: Brunnen bei Ober Fessis

Bild 15: Stall bei Ober Fessis

Bild 16: Alm Ober Fessis (1848m)

Bild 17: lila Blüte

Bild 18: Glarner Alpen und Alm Ober Fessis

Bild 19: Linthtal und Glärnisch

Bild 20: Vorder Glärnisch (2327m)

Bild 21: Schneefeld am Glärnisch

Bild 22: Tödi (3614m)

Bild 23: Blick zur Leglerhütte

Bild 24: Wolken am Glärnisch

Bild 25: Bergseelein

Bild 26: Spiegelungen im Seelein

Bild 27: Spiegelungen im Seelein

Bild 28: Spiegelungen im Seelein

Bild 29: Kaulquappen im Bergseelein

Bild 30: Spiegelungen im Seelein

Bild 31: Bergseelein mit Tödi

Bild 32: Bi den Seelenen

Bild 33: dunkler Bergsee mit Glärnisch

Bild 34: Spiegelungen im Seelein

Bild 35: Bergseelein zwischen Felsen

Bild 36: Spiegelungen im Seelein

Bild 37: Bergseelein

Bild 38: Spiegelungen im Seelein

Bild 39: Bi den Seelenen

Bild 40: Pfad unterm Fels

Bild 41: Bi den Seelenen

Bild 42: Passhöhe Wechselplangge

Bild 43: Bi den Seelenen und Linthtal

Bild 44: Gratweg zum Gufelstock

Bild 45: Geipfel des Gufelstocks (2436m)

Bild 46: Schwarzstöckli und Mürtschenstock

Bild 47: Wolken am Glärnisch

Bild 48: Blick auf Fessis und Linthtal

Bild 49: Blick auf Bi den Seelenen

Bild 50: Mürtschenstock und Murgsee

Bild 51: Gratumgehung

Bild 52: Kraxelstelle mit Drahtseil

Bild 53: Rückblick zum Gufelstock

Bild 54: Gipfelgrat Gufelstock - Heustock

Bild 55: Gipfelgrat

Bild 56: Blick zu den Murgseen

Bild 57: Schwarzstöckli und Mürtschenstock

Bild 58: Gratwanderung

Bild 59: Gratwanderung

Bild 60: Murgseen

Bild 61: Blick zum Klöntaler See

Bild 62: Abstieg auf allen Vieren

Bild 63: Schwarzstöckli (2385m)

Bild 64: Blick ins Klöntal

Bild 65: Alpenblumen

Bild 66: Alpenblumen

Bild 67: Alpenblumen

Bild 68: Grässer und Wolken

Bild 69: gelber Enzian

Bild 70: Blick auf Glarus

Bild 71: Alpenblumen

Bild 72: Glärnisch und Heuerhütte am Alpeli

Bild 73: Bank und Brunnen am Alpeli

Bild 74: Blick zur Äugstenhütte

Bild 75: Äugstenhütte

Bild 76: Geräteschuppen am Bärenboden

Bild 77: Glärnisch und Äugstenbahn

Bild 78: Märklinwiesen
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