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Chamerstock (304)
Mittwoch 13.10.2010

Anfahrt: Rielasingen - Stein am Rhein - Frauenfeld - Wil - Wattwil - Ricken - Schänis - Glarus - Linthal - Urnerboden

Route: Urnerboden - Bergstation - Fisetenpass - Chamerstock - Wängi - Rest. Sonne - Urnerboden

Gehzeit: ca. 5:15 h
Urnerboden - Bergstation  ... 2:00 h
Bergstation - Fisetenpass  ... 0:05 h
Fisetenpass - Chamerstock  ... 0:55 h
Chamerstock - Wängi  ... 1:00 h
Wängi - Rest. Sonne  ... 0:50 h
Rest. Sonne - Urnerboden  ... 0:25 h

Höhendifferenz: ca. 810m

Distanz: ca. 15km

Erst auf der Passstrasse am Urnerboden verscheucht Gewissheit die Zweifel, heute einen sonnigen Tag erleben zu dürfen, sind wir doch zwei Stunden lang unter einer dicken Nebeldecke angereist. Nur eine Ampel, die laut Tafel bis zu 20 Minuten Rotlicht anzeigen kann, hält uns kurz vor dem Ort Urnerboden noch auf. Doch kaum hat der Postbus vor uns seinen Motor ausgeschalten, wechselt das Signal auf grün.

Schon während der ganzen Anfahrt beobachten wir das Aussenthermometer. Es erreicht bei weitem keinen zweistelligen Wert. So wird es auch noch ein Weilchen bleiben, denn die Sonne steht noch zu tief, um über die benachbarten Dreitausender den tiefen Urnerboden zu erwärmen. Während die steilen Südwände von Ortsstock und Jegerstöck hell in der Sonne leuchten, liegt die Strasse noch im Schatten und die Nordhänge sind mit einem leichten Reif überzogen.

Viel Parkplatz gibt es zwischen Kirche und Seilbahnstation. Wir verschmähen die Seilbahn, die aber in Betrieb ist. Einen Wanderwegweiser können wir im Moment nicht sehen, also laufen wir an der Seilbahnstation vorbei in Richtung Berg und landen prompt in einem Hinterhof. Aber ein Pfad geht weiter und bringt uns am Eingang der Seilbahnstation vorbei, hinunter zum Fätschbach. Wir folgen dem Fätschbach etwa 300m in Flusslichtung und finden an einer Fussgängerbrücke den ersten Wanderwegweiser.

Nach Überquerung der Brücke geht es gleich in Gegenrichtung weiter, jedoch jetzt steil bergan. Über einen schmalen Bergpfad steigen wir im Zickzack den bewaldeten, schattigen Hang hinauf. Erst nach einer knappen Stunde machen wir ca. 400 Höhenmeter über Urnerboden in den ersten Sonnenstrahlen eine kleine Trinkpause. Beim Blick hinunter sehen wir, wie die Sonne langsam die ersten Häuser von Urnerboden erobert.

Über uns wird der Baumbestand erheblich dünner und bald können wir weit oben die Bergstation der Seilbahn am Fisetenpass sehen. Auf dem kargen Berghang ist stellenweise kein eindeutiger Pfad mehr erkennbar. So laufen wir einfach in Richtung Bergstation und treffen dabei immer wieder auf einen Abschnitt des offiziellen Pfades. Eine dreiviertel Stunde später erreichen wir die unbemannte Bergstation der Seilbahn.

Vermutlich weniger als 100 Meter trennen uns noch vom Fisetenpass. Von dort sehen wir auf der anderen Seite einige mächtige Dreitausender, wie Gemsfairenstock, Selbsanft und Hausstock. In Richtung Osten verläuft ein Pfad zunächst direkt auf der Kante des Fisetengrat. Der Wanderwegweiser zeigt eine Gehzeit von 55 Minuten bis zum Chamerstock an.

Kaum merklich steigt der Grat ganz leicht an. Während linkerhand braune Wiesen leicht abfallen, geht es auf der rechten Seite steil, oft senkrecht in die Tiefe. Deshalb verläuft der Pfad jetzt meistens ein paar Meter links der Gratkante. Im Osten sehen wir nach Tierfed hinunter. Dort überquert eine Seilbahn einen kleine See und scheint am Berg in einem Tunnel zu verschwinden. Tatsächlich gibt es dort einen Tunnel, der über 2km bis zur Staumauer des Limmerensee führt. Die Staumauer und eine kleine Ecke des Limmerensee können wir ebenfalls sehen.

Auf Grathöhe sind im Abstand von mehreren Hundert Metern jeweils Sitzbank mit Tisch aufgestellt. Doch wir laufen bis zum Ende des Grats, dem Chamerstock, der 24 Höhenmeter unterhalb des höchsten Gratpunktes liegt. Es gibt weder Gipfelkreuz noch Tafel, die den Chamerstock bezeichnen. Der Pfad hört einfach auf. Und wir machen eine Rast und geniessen die Aussicht in alle Richtungen.

Noch sehen wir zur Ortschaft Linthal hinunter und zum Bergdorf Braunwald hinüber. Doch schiebt sich Nebel in das Linthtal, der offensichtlich auch den Urnerboden hinauf ziehen will. Wir beenden die Pause und laufen etwa 300m den Grat zurück. Dort zeigt ein Wanderwegweiser nach Norden ins Tal hinunter, mit Ziel Urnerboden. Wir laufen den ausgetretenen Pfad die Wiesen hinunter und passieren zahlreiche rotweisse Markierungen.

Im Bereich der ersten Bäume verteilen sich viele schwache Trittspuren auf ganze Gelände. Vermutlich hat das Rindvieh wieder falsche Fährten gelegt. So landen wir in weglosem Gelände und folgen nur noch unserem Instinkt. Wir steuern auf eine Hütte zu und finden dort wieder eine Markierung. Wenige Minuten später verleiten uns Sitzbänke vor einer Hütte bei Wängi erneut zum rasten.

Auf dem nahen Wanderwegweiser ist nach Urnerboden eine Gehzeit von anderthalb Stunden angegeben. Auf einem Wanderwegweiser? Der steht nicht mehr, denn ein Schilderdieb zieht den Wegweiser aus dem Boden und trägt ihn davon. Gut, dass wir vorher noch drauf geschaut haben. Wir erfahren vom Schilderdieb, dass für das Wochenende Schnee erwartet wird und der Wanderwegweiser deshalb zum Schutz vor der Witterung in Sicherheit gebracht wird. Erst im Mai, wenn der Schnee weg ist, werden die Schilder wieder aufgestellt.

Ein paar Meter folgen wir dem Schotterweg leicht abwärts. Dann zweigt rechts ein Waldpfad ab. Ein weisses Schild in Pfeilform mit der Aufschrift "Urnerboden" ergänzt den gelben Wanderwegweiser. Knapp 10 Minuten später finden wir an einer Stelle, wo der Pfad den Schotterweg kreuzt, das gleiche Schild in Pfeilform. Und noch einmal taucht der Pfad in den Wald ein, mündet aber bald wieder auf den Schotterweg.

Da keinerlei Markierungen zu sehen sind, folgen wir dem Schotterweg talwärts, bis wir auf einen ordentlichen Wanderwegweiser stossen. Alternativ zum Schotterweg, auf dem man in 45 Minuten Urnerboden erreichen soll, zeigt der Wanderwegweiser auf einen Pfad, auf dem Sunne Urnerboden in 30 Minuten zu erreichen ist. Ein aufmerksamer Mitwanderer hatte morgens bei der Anfahrt das Gashaus Sonne gesehen. Also entscheiden wir uns für den Pfad nach Sunne Urnerboden.

Ein steiler und spannender Pfad durch unwegsames Gelände, vorbei an haushohen Felsblöcken, bringt uns mehr als 200 Höhenmeter hinunter zum Urnerboden. Über eine Fussgängerbrücke überqueren wir den Fätschbach und über eine Wiese gelangen wir auf dem kürzesten Weg zum Gasthaus mit Gartenterrasse. Die letzten Sonnenstrahlen wollen wir hier begiessen. Dann laufen wir im Schatten am Fätschbach entlang, knapp 30 Minuten, bis zur Kirche von Urnerboden.
Kirche Urnerboden
Bild 1: Kirche Urnerboden
Läckistock
Bild 2: Läckistock
Wegweiser für Nah und Fern
Bild 3: Wegweiser für Nah und Fern
Kirche Urnerboden
Bild 4: Kirche Urnerboden
Brücke übern Fätschbach
Bild 5: Brücke übern Fätschbach
Fätschbach und Urnerboden
Bild 6: Fätschbach und Urnerboden
Urnerboden und Läckistock
Bild 7: Urnerboden und Läckistock
Wolken überm Glatten
Bild 8: Wolken überm Glatten
Blick Richtung Jegerstöck
Bild 9: Blick Richtung Jegerstöck
Wolkenstreifen
Bild 10: Wolkenstreifen
Blick Richtung Firner Loch und Läckistock
Bild 11: Blick Richtung Firner Loch und Läckistock
Wolkenbild
Bild 12: Wolkenbild
Streifenwolken überm Jegerstöck
Bild 13: Streifenwolken überm Jegerstöck
Läckistock und Jeggerstöck
Bild 14: Läckistock und Jeggerstöck
toter Baum und Wolkenstreifen
Bild 15: toter Baum und Wolkenstreifen
Seilbahn zum Fisetengrat
Bild 16: Seilbahn zum Fisetengrat
Seilbahn und Wolken
Bild 17: Seilbahn und Wolken
Wolkenhalbkreis
Bild 18: Wolkenhalbkreis
Seilbahn mit Bergstation
Bild 19: Seilbahn mit Bergstation
Seilbahnkabine
Bild 20: Seilbahnkabine
Wolken überm Schijen und Ortstock
Bild 21: Wolken überm Schijen und Ortstock
Wolkenkreuz überm Jegerstöck
Bild 22: Wolkenkreuz überm Jegerstöck
Nebel im Linthtal
Bild 23: Nebel im Linthtal
Weg von Bergstation zum Fisetenpass
Bild 24: Weg von Bergstation zum Fisetenpass
Kreuz am Fisetenpass und Gemsfairenstock
Bild 25: Kreuz am Fisetenpass und Gemsfairenstock
Fisetengrat
Bild 26: Fisetengrat
Blick zum Limmerental
Bild 27: Blick zum Limmerental
Ortstock, Braunwald und Linthtal
Bild 28: Ortstock, Braunwald und Linthtal
Blick über Fisetengrat Richtung Klausenpass
Bild 29: Blick über Fisetengrat Richtung Klausenpass
Rastplatz am Fisetengrat
Bild 30: Rastplatz am Fisetengrat
Pfad am Fisetengrad
Bild 31: Pfad am Fisetengrad
Südabsturz des Fisetengrat
Bild 32: Südabsturz des Fisetengrat
Nordhang unterm Fisetengrat
Bild 33: Nordhang unterm Fisetengrat
Ortstock, Braunwald und Linthtal
Bild 34: Ortstock, Braunwald und Linthtal
See bei Tierfed
Bild 35: See bei Tierfed
Rastplatz am Fisetengrat
Bild 36: Rastplatz am Fisetengrat
Fisetengrat
Bild 37: Fisetengrat
Braunwald und Linthtal
Bild 38: Braunwald und Linthtal
Blick ins Linthtal
Bild 39: Blick ins Linthtal
Fisetengrat
Bild 40: Fisetengrat
See bei Tierfed
Bild 41: See bei Tierfed
Chamerstock, Braunwald und Linthtal
Bild 42: Chamerstock, Braunwald und Linthtal
Blick nach Braunwald
Bild 43: Blick nach Braunwald
Fisetengrat und Gamfairenstock
Bild 44: Fisetengrat und Gamfairenstock
Bergeinschnitt am Fisetengrat
Bild 45: Bergeinschnitt am Fisetengrat
Ort Linthal
Bild 46: Ort Linthal
Braunwald und Linthtal
Bild 47: Braunwald und Linthtal
Tödi
Bild 48: Tödi
Jegerstöck
Bild 49: Jegerstöck
Wolken überm Ortstock
Bild 50: Wolken überm Ortstock
Wolken über Braunwald
Bild 51: Wolken über Braunwald
Blick zum Limmerntal
Bild 52: Blick zum Limmerntal
Nüschenstock
Bild 53: Nüschenstock
Blick Richtung Kärpf
Bild 54: Blick Richtung Kärpf
Pfad zum Geisstritt
Bild 55: Pfad zum Geisstritt
Nebel im Linthtal
Bild 56: Nebel im Linthtal
Pfad mit Blick zum Jegerstöck
Bild 57: Pfad mit Blick zum Jegerstöck
Wegmarkierung und Jegerstöck
Bild 58: Wegmarkierung und Jegerstöck
Wolken und Nebel
Bild 59: Wolken und Nebel
Nebel im Linthtal
Bild 60: Nebel im Linthtal
Blick zum Jegerstöck
Bild 61: Blick zum Jegerstöck
Pfad mit Blick zum Jegerstöck
Bild 62: Pfad mit Blick zum Jegerstöck
Nebel unterm Ortstock
Bild 63: Nebel unterm Ortstock
Jegerstöck
Bild 64: Jegerstöck
Wolken und Nebel
Bild 65: Wolken und Nebel
Wolken und Nebel
Bild 66: Wolken und Nebel
Herbstfarben
Bild 67: Herbstfarben
Wolken und Nebel
Bild 68: Wolken und Nebel
Wolken und Nebel
Bild 69: Wolken und Nebel
Wängi und Jegerstöck
Bild 70: Wängi und Jegerstöck
Schilderdieb
Bild 71: Schilderdieb
Jegerstöck
Bild 72: Jegerstöck
Wolken und Nebel
Bild 73: Wolken und Nebel
Bergidylle
Bild 74: Bergidylle
Jegerstöck
Bild 75: Jegerstöck
Herbstfarben
Bild 76: Herbstfarben
Nebel unterm Ortstock
Bild 77: Nebel unterm Ortstock
Wanderwegweiser
Bild 78: Wanderwegweiser
Jegerstöck durch Baumlücke
Bild 79: Jegerstöck durch Baumlücke
Jegerstöck durch Baumlücke
Bild 80: Jegerstöck durch Baumlücke
Nebel am Urnerboden
Bild 81: Nebel am Urnerboden
Wanderwegweiser
Bild 82: Wanderwegweiser
Pfad durch Felslandschaft
Bild 83: Pfad durch Felslandschaft
Jegerstöck
Bild 84: Jegerstöck
Jegerstöck
Bild 85: Jegerstöck
Nebel am Urnerboden
Bild 86: Nebel am Urnerboden
Urnerboden mit Fätschbach
Bild 87: Urnerboden mit Fätschbach
Fätschbach
Bild 88: Fätschbach
Kirche von Urnerboden
Bild 89: Kirche von Urnerboden
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