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Alp Sigel (167)
Sonntag 29.04.2007

Anfahrt: Rielasingen - Konstanz - Weinfelden - Bischoffszell - Gossau - Herisau - Appenzell - Schwende

Route: Schwende - Bärstein - Zahme Gocht - Alp Sigel - Mans - Hüttentobel - Hütten - Seealpsee - Äscher - Wildkirchli - Schwende

Gehzeit: ca. 5:30 h
Schwende - Bärstein ... 1:10 h
Bärstein - Alp Sigel ... 0:40 h
Alp Sigel - Obermans ... 0:40 h
Obermans - Chli Hütten ... 0:40 h
Chli Hütten - Seealpsee ... 0:30 h
Seealpsee - Äscher ... 0:50 h
Äscher - Schwende ... 1:00 h

Höhendifferenz: ca. 1150m

Distanz: ca. 15km

Zu unserer Ankunft in Schwende läuten sämtliche Glocken der Dorfkirche. So einen lautstarken Empfang hatten wir noch nie. Gegenüber des Parkplatzes am Rande der Durchgangsstrasse überqueren wir die Bahnlinie, die Wasserauen mit Weissbad verbindet. Ein asphaltiertes Strässchen endet für uns bald am Gasthaus "Frohe Aussicht". Der Wanderwegweiser zeigt hier direkt auf die grüne Wiese. Nur schwach sind Spuren in der Wiese zu erkennen.

Seit dem verlassen des Parkplatzes geht es stetig leicht bergan. Der Wiesenpfad wird durch ein kurzes Stück Asphaltsträsschen abgelöst, bevor es wieder auf die Wiesen geht. Schnell wird der Ort unter uns kleiner und die Aussicht grandioser. Ebennalp und Säntis leuchten in der Sonne, während der Hohe Kasten nur von seiner schattigen Seite zu sehen ist. Nach etwa 100 Höhenmetern sehen wir vom breiten Grat aus auf Brülisau hinunter und zum dahinter liegenden Fänerenspitz.

Der Grat endet nach knapp 30 Minuten Gehzeit. Jetzt steigen wir in Serpentinen durch Bäume und Sträucher fast 200 Höhenmeter steil hinauf, bis zu der kleinen Alm Bärstein. Andere Wanderer sind über unseren Köpfen als kleine Punkte am Einstieg zur Zahmen Gocht zu erkennen. Wir machen eine kleine Trinkpause und bewundern die Ausstattung eines kleinen Klohäuschens, in dem auch die Klobürste nicht fehlt.

Über einen sehr steilen, baumfreien Hang steigen wir in kurzen Serpentinen mehr als 100 Höhenmeter hinauf, zum Einstieg in die Zahme Gocht, einem Einschnitt in der senkrechten Felswand. Beim Hochschauen ist unsere einzige Hoffnung, dass sich in der Felswand über uns kein Stein löst. Dass die Felswand einen Schatten auf uns wirft, schreckt uns weniger. Im Gegenteil, der kühle Schatten kommt uns sehr entgegen.

An der Zahmen Gocht erwartet uns ein Treppenhaus aus Naturstein. Der Aufstieg durch die Zahme Gocht ist unkritisch und trotzdem an einigen Stellen mit Drahtseilen versichert. Es dauert nicht einmal 10 Minuten, bis wir auf der Höhe der Alp Sigel stehen, eine Hochebene, die flach in Richtung Südosten abfällt. Eine Tafel weist die Hochebene als Pflanzenschutzgebiet aus. Und tatsächlich gibt es einige farbenfrohe Blüten zu sehen.

Von der Kante der Hochebene können wie die gesamte Strecke überblicken, die wir in den vergangenen zwei Stunden zurück gelegt haben. Wer eine Kamera in Händen hat, springt herum uns knipst ein Motiv nach dem anderen. Der Rest der Gruppe sitzt gemütlich auf der trockenen Wiese und lässt sich ein Vesper schmecken. Über uns schrauben sich Gleitschirmflieger im Aufwind der Felswand in die Höhe.

Nach der Pause überqueren wir die Alp Sigel der Länge nach in südwestlicher Richtung. Eine kleine Alm mit einem halben Duzend Hütten ist noch nicht bewohnt. Nach etwa einem Kilometer des Weges können wir in der Tiefe den wasserarmen Sämtisersee entdecken. Parallel zum geologischen Wanderweg, der vom Hohen Kasten über den Stauberenfirst zur Saxer Lücke führt queren wir einen langen Wiesenhang oberhalb von Chüeboden, bis eine Tafel, wie in südlichen Ländern, das Feuermachen verbietet.

Nach einem kurzen Waldstück tauchen in einer schattigen Mulde die Hütten von Obermans auf. Im Hintergrund leuchten die steilen Felswände der Ebenalb in der Sonne. Unterhalb der Ebenalb ist das Gasthaus Äscher zu sehen. Wir warten kurz ab, bis sich die schattenbildende Wolke verzieht und marschieren dann weiter. Über uns kommt linkerhand die Bogartenlücke zum Vorschein, deren Durchgang noch von Schnee bedeckt ist. Wir biegen talwärts ab und erreichen über einem steil abfallenden Zickzackweg, zunächst durch den Wald, dann über einen Wiesenhang, eine Weggabelung.

Eigentlich war geplant, über den Hüttentobel nach Wasserauen abzusteigen. Da es aber noch früh am Tag ist und nicht alle Kräfte verbraucht sind, beschliessen wir, die Tour zu verlängern. Nach einem Abstecher zum Seealpsee wollen wir uns noch einen kleinen Anstieg zum Gasthaus Äscher und zum Wildkirchli antun. Auf einen kleinen Anstieg an der Alm Chli Hütten vorbei folgt ein leichter, gemütlicher Abstieg zum Seealpsee hinunter. Diesen lassen wir aber links liegen und steuern den Normalweg an, der über einen Fahrweg nach Wasserauen hinunter führt.

Während auf der einen Seite überhängender Fels den Wegesrand säumt, schützt auf der anderen Seite ein Geländer vor dem Sturz in die Tiefe. Nach ca. 200 Metern wird es ernst. Ein unbeschilderter Pfad zweigt von dem Fahrweg ab. Es muss der Pfad zum Wildkirchli sein. Am sehr steilen Hang entlang geht es stetig berauf. Mit Geländer und Drahtseilen ist der Weg bestens gesichert. Über Serpentinen legen wir die 300 Höhenmeter zum Gasthaus Äscher in 50 Minuten zurück.

Nach einem kühlen Bier auf der Terrasse des Gasthaus Äscher, direkt unter der überhängenden Felswand, sind die Strapazen des Aufstieges wieder vergessen. Wir sind bereit für einen weiteren Abstecher. Nur wenige Höhenmeter über einen Steg an der senkrechten Wand entlag erreichen wir das Wildkirchli und eine Höhle, die wir im Dunkeln bis zum oberen Ausgang durchschreiten. Über unseren Köpfen fahren die Seilbahnkabinen von Wasserauen zur Ebenalp auf und ab.

Der Weg nach Schwende wurde im oberen Bereich ab dem Gasthaus Äscher ganz neu präpariert. Nach etwa 100 Höhenmetern geht der Pfad in einen breiteren Schotterweg über. Gelegentlich ist auch eine Wiese zu überqueren. Am Ende mutiert die Wanderung noch zu einem Spaziergang auf einem asphaltierten Strässchen. Unter uns taucht der Kirchturm von Schwende auf. Nach einer offiziellen Abkürzung über eine Wiese stehen wir schon am Ortsrand von Schwende.
Dorfkirche von Schwende
Bild 1: Dorfkirche von Schwende
Blick zur Ebenalp
Bild 2: Blick zur Ebenalp (1640m)
Alm oberhalb von Schwende
Bild 3: Alm oberhalb von Schwende
Alm oberhalb von Schwende
Bild 4: Alm oberhalb von Schwende
Alm Bärstein
Bild 5: Alm Bärstein
Steiler Aufstieg
Bild 6: Steiler Aufstieg
Brülisau und Fänerenspitz
Bild 7: Brülisau und Fänerenspitz
Blick Richtung Appenzell
Bild 8: Blick Richtung Appenzell
Zahme Gocht
Bild 9: Zahme Gocht
Zahme Gocht
Bild 10: Zahme Gocht
Zahme Gocht
Bild 11: Zahme Gocht
Zahme Gocht
Bild 12: Zahme Gocht
Zahme Gocht
Bild 13: Zahme Gocht
Zahme Gocht
Bild 14: Zahme Gocht
Zahme Gocht
Bild 15: Zahme Gocht
Alp Sigel
Bild 16: Alp Sigel (1662m)
Marwees
Bild 17: Marwees (1991m)
Blick Richtung Appenzell
Bild 18: Blick Richtung Appenzell
Frühlingsenzian
Bild 19: Frühlingsenzian
Rast auf der Alp Sigel
Bild 20: Rast auf der Alp Sigel
Schlüsselblumen
Bild 21: Schlüsselblumen
Appenzell, Weissbad, Schwende, Bärstein
Bild 22: Appenzell, Weissbad, Schwende, Bärstein
Weissbad
Bild 23: Weissbad (817m)
Wolke über Ebenalp
Bild 24: Wolke über Ebenalp
Wolke überm Hohen Kasten
Bild 25: Wolke überm Hohen Kasten
Gleitschirmflieger
Bild 26: Gleitschirmflieger
Brülisau und Fänerenspitz
Bild 27: Brülisau und Fänerenspitz
Krokusse
Bild 28: Krokusse
Hütten auf Alp Sigel
Bild 29: Hütten auf Alp Sigel
Hütte auf Alp Sigel
Bild 30: Hütte auf Alp Sigel
Hoher Kasten und Sämtisersee
Bild 31: Hoher Kasten und Sämtisersee
Obermans, im Hintergrund Ebenalp
Bild 32: Obermans, im Hintergrund Ebenalp
Blick zm Seealpsee
Bild 33: Blick zm Seealpsee
Bogartenlücke
Bild 34: Bogartenlücke
Wolke
Bild 35: Wolke
Ebenalp, darunter Gasthaus Äscher
Bild 36: Ebenalp, darunter Gasthaus Äscher
Alm in Nähe Seealpsee
Bild 37: Alm in Nähe Seealpsee
Seealpsee
Bild 38: Seealpsee
Normalweg Seealpsee - Wasserauen
Bild 39: Normalweg Seealpsee - Wasserauen
Normalweg Seealpsee - Wasserauen
Bild 40: Normalweg Seealpsee - Wasserauen
Pfad zm Äscher
Bild 41: Pfad zm Äscher
Hühnerstall beim Gasthaus Äscher
Bild 42: Hühnerstall beim Gasthaus Äscher
Hinweistafel
Bild 43: Hinweistafel
Blick auf Unter-/Obermans
Bild 44: Blick auf Unter-/Obermans
Gasthaus Äscher
Bild 45: Gasthaus Äscher
Pfad unter überhängendem Fels
Bild 46: Pfad unter überhängendem Fels
Steg zum Wildkirchli
Bild 47: Steg zum Wildkirchli
Blockhütte am Hohleneingang
Bild 48: Blockhütte am Hohleneingang
Seilbahn Wasserauen - Ebenalp
Bild 49: Seilbahn Wasserauen - Ebenalp
Pfad unter überhängendem Fels
Bild 50: Pfad unter überhängendem Fels
Gasthaus Äscher
Bild 51: Gasthaus Äscher
Schwende, Kamor und Hoher Kasten
Bild 52: Schwende, Kamor und Hoher Kasten
grosse Auswahl
Bild 53: grosse Auswahl
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