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Schnebelhorn (313)
Samstag 02.04.2011

Anfahrt: Rielasingen - Stein am Rhein - Frauenfeld - Wil - Bütschwil - Libingen

Route: Libingen - Oberstein - Laubberg - Schnebelhorn - Neurüti - Schindelegg - Habrütisattel - Chümibarren - Chrüzegg - Schwämmli - Ob./Unt. Älpli - Libingen

Gehzeit: ca. 6:25 h
Libingen - Oberstein ... 0:55 h
Oberstein - Laubberg ... 0:45 h
Laubberg - Schnebelhorn ... 0:25 h
Schnebelhorn - Neurüti ... 0:20 h
Neurüti - Schindelegg ... 0:25 h
Schindelegg - Hinter Chreuel ... 0:40 h
Hinter Chreuel - Habrütisattel ... 0:25 h
Habrütisattel - Chümibarren ... 0:25 h
Chümibarren - Chrüzegg ... 0:10 h
Chrüzegg - Schwämmli ... 0:40 h
Schwämmli - Ober Älpli ... 0:15 h
Ober Älpli - Unter Älpli ... 0:15 h
Unter Älpli - Ober Loh ... 0:25 h
Ober Loh - Libingen ... 0:20 h

Höhendifferenz: ca. 850m

Distanz: ca. 18km
        

Vor dem Mehrzweckgebäude von Libingen finden wir genügend Parkplatz, was auch notwenig ist, denn die Anreise erfolgt aus verschiedenen Orten in Deutschland und der Schweiz. Am Wanderwegweiser bei der Kirche ist das Schnebelhorn in verschiedenen Richtungen mit unterschiedlichen Gehzeiten angegeben. Wir wählen die Variante über Oberstein.

Nach dem Ortsausgang wendet sich das Asphaltsträsschen zunächst in Richtung Westen, dann nach Norden, nach Südosten und endet schliesslich am Bauernhof Unterstein. Bis hier sind wir in einer knappen halben Stunde etwa 200 Höhenmeter aufgestiegen, die auf eine Strecke von anderthalb Kilometer gleichmässig verteilt sind.

Auf einem befestigten Wirtschaftsweg steigen wir eine weitere viertel Stunde hinauf, bis bei Steinweid sowohl der Weiterweg, als auch eine Abzweigung zum Schnebelhorn führen. Da wir den etwas längeren Gratweg gehen wollen, biegen wir im spitzen Winkel Richtung Oberstein ab. Inzwischen haben wir einen tollen Blick auf den langen Grat zwischen Schnebelhorn und Chrüzegg, den wir später noch begehen wollen.

Kurz nach dem Passieren zwei kleiner Holzhäuschen sehen wir auf der Grathöhe einen Wanderwegweiser. Über den steilen Wiesenhang kürzen wir weglos dort hin ab. Auf dem Wanderwegweiser steht die Bezeichnung "Oberstein", mehr als 350 Höhenmeter über Libingen. Der Bauernhof Oberstein liegt jedoch etwas unterhalb des Grates in Richtung Nordosten.

Wir folgen dem zunächst bewaldeten Grat, direkt auf das Schnebelhorn zu, das sich noch in zweieinhalb Kilometern Entfernung hinter mehreren Gratspitzen versteckt. In einer dreiviertel Stunde schaffen wir gerade mal die Hälfte der Strecke, denn inzwischen haben wir auf beiden Seiten freie Sicht und müssen immer wieder zum fotografieren stehen bleiben.

Gerade mal 10 Höhenmeter höher als der Wegpunkt Oberstein liegt die Laubberg Scheune, mitten auf dem Grat. An einer Abzweigung könnte man vom Grat jetzt in Richtung Libingen absteigen. Wir bleiben aber auf dem Grat, der vor dem Schnebelhorn in einen blattlosen Laubwald eintaucht und schliesslich zum Schlussanstieg ansetzt. Am schattigen Nordosthang liegen noch letzte Schneereste.

Am Gipfel erwartet uns eine herrliche Aussicht, auch auf einen kleinen Abschnitt des Zürichsee, zu den Gipfeln der Zentralschweiz und der Berneralpen. An diesem Wendepunkt unserer Wanderung ist natürlich eine längere Rast angesagt. Am Gipfelkreuz und rund um den sechseckigen Tisch lassen wir uns nieder und geniessen die Aussicht, das Vesper und den Gipfelschnaps.

Hier könnte man und Frau noch lange sitzen, doch sobald der Erste seine leere Vesperdose im Rucksack verstaut, nimmt die Aufbruchstimung seinen Lauf und steigert sich bis hin zum Aufbruch. Über den Südgrat verlassen wir das Schnebelhorn und stossen nach 20 Minuten an eine Hütte mit Aufschrift Neurüti. Hier zweigt ein Weg ab, zum Dägelsberg und zur Töss hinunter. Ein lohnender Weg, liegt aber heute nicht auf unserer Route.

Wir folgen dem Wegweiser in Richtung Chrüzegg und verpassen leider den Abzweig zum Gratweg, der direkt auf das Schindelegg führt. So laufen wir in 10 Minuten bequem auf einer Höhenlinie bis zum Wanderwegweiser Schindelberg West. Von dort aus sehen wir viele Höhenmeter über uns das Gipfelkreuz des Schindelegg. Weglos mühen wir uns den steilen Wiesenhang hinauf und freuen uns nach etwa 15 Minuten erhöhtem Pulsschlag auf den herrlichen Blick über die Gratkante.

Wir sehen den kompletten Grat von Oberstein bis zum Schnebelhorn, den wir vor der Gipfelpause gegangen sind, und in der Tiefe sind mit dem Teleobjektiv unsere PKW vor dem Mehrzweckgebäude von Libingen auszumachen. Unterhalb der Gratkante kleben einige Schneewächten, die wohl bald in die Tiefe stürzen werden.

Beim Wanderwegweiser Hinter Chreuel verlassen wir erstmals den Grat in Richtung Süden. Laut Wanderkarte muss der Habrütispitz südlich umgangen werden. Auch vor Ort ist kein deutlicher Hinweis für einen direkten Aufstieg zum Habrütispitz zu erkennen.

Ungefähr einen halben Kilometer laufen wir durch ein feuchtes Waldgebiet in Richtung Süden, immer auf der Hut, nicht im Morast zu versinken. Dann wird es wieder sonniger und der Weg macht einen Bogen nach links. Ein eingezäuntes Kreuz mit einer Sitzbank steht mitten auf der Wiese.

Zum Greifen nahe sehen wir den Gipfel von Höchhand, den wir im letzten Jahr besucht hatten, und links davon das Goldinger Tal mit dem Zürchersee und den Glarner Alpen im Hintergrund. Etwa 10 Minuten laufen wir nun in Richtung Osten und stossen dort am Habrütisattel wieder an den Grat. Chrüzegg ist jetzt mit 25 Minuten Gehzeit angeschrieben. Allerdings müssen wir dazwischen den 114m höheren Chümibarren überschreiten.

Ein wunderschöner Pfad schlängelt sich durch einen dunklen Laubwald, durchzogen mit unendlich vielen, moosüberzogenen Felsbrocken, so gross wie Häuser. Der Boden ist laubbedeckt und nur in schattigen Mulden können sich letzte Schneereste noch halten. Am Waldausgang erwartet uns eine Krokuswiese, durch die sich ein schmaler Fusspfad bis zum Gipfel des Chümibarren hinauf zieht.

Eine Alphornbläserin empfängt uns mit einer kleinen Darbietung, doch der Ruf des Weizenbiers vom nahegelegenen Chrüzegg ist lauter. Hinter einer Bergkuppe kommt auch das Berggasthaus schnell zum Vorschein und nach einem kleinen Abstieg von immerhin 50 Höhenmetern erreichen wir die Terrasse mit Züriseesicht.

An einem grossen Tisch machen wir es uns gemütlich und sammeln neue Kräfte für den noch anstehenden Abstieg. Nach anderthalb Stunden macht sich bei einigen Mitwanderern bereits mangelndes Sitzfleisch bemerkbar. Wir brechen auf, benutzen aber nicht den regulären Wanderweg, sondern einen Wirtschaftsweg, der nach Norden auf eine Anhöhe führt.

Auf der Höhe verliert sich der Weg in einer Wiese, so dass ausser Umkehr nur wegloses Weitergehen in Frage kommt. Durch den Wald laufen wir also weglos weiter nordwärts bis zu einer Bergkante hinunter. Dieser Kante folgen wir etwa einen halben Kilometer westwärts und stossen dann wieder auf einen Weg mit gelber Wanderwegmarkierung.

Diesem Weg folgen wir zunächst wieder in Richtung Osten und schliesslich nach Norden, wo auch Libingen liegt. Nach Schwämmli durchqueren wir ein kleines, spannendes Waldstück, mit vielen Felsen und Stege über sumpfige Abschnitte. Wieder vom Wald befreit, passieren wir in freiem Gelände die Almen Ober Älpli und Unter Älpli, um gleich noch mal in ein Walstück, mit steilem aber gesichertem Abstieg, einzutauchen.

Endlich tauchen die Häuser von Libingen vor unseren Augen auf. Nur einen Steinwurf entfernt, so unser Eindruck, verkündet der Wanderwegweiser trotzdem eine Gehzeit von 30 Minuten bis Libingen. Was wir im Moment noch nicht sehen können, ist der Tobel, der zwischen uns und Libingen unseren Weg kreuzt.

Im Zickzack steigen wir zum Grund des Tobels hinab und überqueren einige Fussgängerbrücken, eine davon hat sogar ein Ziegeldach. Auf der anderen Seite geht es wieder steil aufwärts, doch dann stehen wir wirklich vor den Häusern von Libingen.

Bild 1: Kirchturm in Libingen

Bild 2: Blick Richtung Chrüzegg

Bild 3: Bauernhof Unterstein

Bild 4: befestigter Wirtschaftsweg bei Unnterstein

Bild 5: Blick Richtung Chrüzegg

Bild 6: Aufstieg zum Oberstein

Bild 7: Blick von Oberstein auf Alpstein und Churfirsten

Bild 8: Gratweg

Bild 9: Blick zum Grat Schnebelhorn - Chrüzegg

Bild 10: Blick vom Grat Richtung Norden

Bild 11: Schnebelhorn

Bild 12: Gratweg

Bild 13: Laubberg Scheune

Bild 14: Gratweg und Schnebelhorn

Bild 15: Gratweg

Bild 16: Gratweg

Bild 17: Drehkreuz unterm Schnebelhorn

Bild 18: Gipfelkreuz auf dem Schnebelhorn

Bild 19: Anstieg zum Schnebelhorn

Bild 20: Blick Richtung Zürichsee und Zentralschweiz

Bild 21: Nordgrat Schnebelhorn

Bild 22: Blick Richtung Alpstein

Bild 23: Südgrat Schnebelhorn

Bild 24: Blick Richtung Zürichsee

Bild 25: Pfad unterhalb des Grats

Bild 26: Gratweg und Schindelegg (li.)

Bild 27: Schnebelhorn

Bild 28: Abzweigung bei Neurüti

Bild 29: Aufstieg zum Schindelegg

Bild 30: Aufstieg zum Schindelegg

Bild 31: Berggasthaus Schindelberg

Bild 32: Schindelberg und Alpstein

Bild 33: Schnebelhorn

Bild 34: Libingen

Bild 35: Gratweg

Bild 36: Blick Richtung Osten

Bild 37: Gratweg

Bild 38: Frühlingsenzian

Bild 39: Blick Richtung Alpstein

Bild 40: Kreuz unterhalb Habrütispitz

Bild 41: Goldinger Tal

Bild 42: zwischen Habrüti und Chümibarren

Bild 43: Felslandschaft

Bild 44: Chümibarren

Bild 45: Alphornbläserin auf dem Chümibarren


Hörprobe

Bild 46: Blick vom Chümibarren Richtung Alpstein

Bild 47: Buschwindröschen

Bild 48: Chrüzegg

Bild 49: Chrüzegg

Bild 50: Abstieg zum Chrüzegg

Bild 51: Wanderweg bei Chrüzegg

Bild 52: Chrüzegg

Bild 53: Blick Richtung Churfirsten

Bild 54: Goldinger Tal und Zürichsee

Bild 55: Blick Richtung Alpstein

Bild 56: Tweralpspitz

Bild 57: zwischen Chrüzegg und Schwämmli

Bild 58: zwischen Chrüzegg und Schwämmli

Bild 59: zwischen Chrüzegg und Schwämmli

Bild 60: zwischen Chrüzegg und Schwämmli

Bild 61: Blick Richtung Krinau

Bild 62: Blick Richtung Alpstein

Bild 63: Feuerholz

Bild 64: Abstieg nach Ober Loh

Bild 65: Libingen

Bild 66: Abstieg in den Tobel

Bild 67: Abstieg in den Tobel

Bild 68: Tobelbrücke

Bild 69: Tobelbrücke

Bild 70: Tobelbrücke

Bild 71: im Tobel

Bild 72: Schlussanstieg nach Libingen

Bild 73: Libingen
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