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So. 19.10.2003, Wangspitze
Rappenlochschlucht (58)
Samstag 13.09.2003

Anfahrt: Konstanz - Rohrschach - St. Margrethen - Dornbirn - Gütle (506m)

Route: Gütle - Staufensee - Rappenlochschlucht - Kirchli - Gütle

Gehzeit: ca. 3:30 h

Höhendifferenz: ca. 300m

Distanz: ca. 8km

Text: Alfred Jäger
Fotos: Michel Lamm

An diesem Wochenende wollen wir es uns, sowohl was die Tour als auch was die Fahrzeit und Streckenlänge anbelangt, etwas gemütlich machen, denn wir haben diesmal auch einige nicht so geübte Wanderer im Auto. Ein Wandergruppenmitglied will auch noch in der Nähe von St. Gallen in der Nähe der Autobahnauffahrt zusteigen. Die Augen an diesem Morgen sind wohl noch nicht so ganz offen, denn erst auf den letzten Metern erkennen wir am Straßenrand in der Nähe der verabredeten Tankstelle einen Tramper mit Rucksack, der sich schließlich als unser Mitstreiter für diesen Tag erweist. Weiter geht es über Dornbin zum (kostenpflichtigen) Parkplatz am Eingang der Rappenlochschlucht unmittelbar am Krippen-Museum und (weltgrößtem) Rolls-Royce-Museum. Einige Meter legen wir noch auf festem Boden und in Begleitung einer mächtigen Druckrohrleitung zurück, überqueren dann auf einer Brücke einen über Kaskaden regulierten Zufluss der Dornbirner A ach und tauchen anschließend in das Halbdunkel der Rappenlochschlucht ein. Zunächst ist der Weg noch bequem, wird dann aber enger und verläuft im Wesentlichen auf künstlich angelegten, an die Wand geklebten Holzstegen, durch die die Rappenlochschlucht für den Wanderer aber erst zugänglich wird. An der engsten Stelle führt der Weg zudem durch ein finsteres Tunnelstück, in dem eine Taschenlampe hilfreich wäre. Vor und nach dem Tunnel ist die Sicht nach oben aber atemberaubend: Senkrechte Wände, die sich fünfzig Meter weiter oben fast zu berühren scheinen, hat der Fluss im Laufe der Zeit, durchs harte Gestein gefressen. Ein Querschnitt durch Millionen Jahre Erdgeschichte (ca. 100-130 Mio. Jahre, hauptsächlich Mergel und Kalk mit vielen Versteinerungen!) wird so sichtbar. Einige Hundert Meter weiter spuckt uns die Schlucht wieder aus und wir betreten einen an einer Staustufe etwas breiteren Wegabschnitt. Der Stausee Staufensee ist aber angesichts d er anhaltenden Trockenheit im Sommer 2003 so gut wie nicht zu erkennen. Nur ein dünnes Rinnsal fließt durch das sonst doch einige Meter tiefe Becken. Da wundern wir uns auch nicht, dass am Kraftwerk nicht viel zu sehen und zu hören ist. Nach einer Rast und kleiner Brotzeit entscheiden wir uns, die Tour um zwei weitere "Bausteine" zu verlängern: die Alploch-Schlucht und das "Kirchle". Die Fortsetzung der Schlucht nach der Unterbrechung durch den Staufensee, die Alploch-Schlucht ist nicht minder spektakulär. Danach steigen wir aus der Klamm hoch zur Straße, die wir in der Nähe einer Bushaltestelle (Strecke Dornbirn - Ebnit) queren, und steigen anschließend über einen bewaldeten und etwas glitschigen Rücken hoch zum "Kirchle", einem interessanten Natur-Phänomen, das sich am Ende der letzten Eiszeit durch Auswaschung gebildet hat. Teilweise ist die Klamm hier so schmal, dass man sich fast hindurch zwängen muss, dann aber auch wieder 25 m breit, aber 7 0 m hoch. Durch die stark überhängenden, zum Teil immer noch glatt polierten Felswände fühlt man sich wie in einer Kirche. Der Abstieg führt nun über einen bequem zu begehende Forstweg. Dort lädt uns eine Forsthütte mit Bank und Tisch geradezu zum Verweilen und Verspeisen der mitgebrachten Brote ein. Nach der Mittagspause führt uns der weitere Abstieg wieder hinunter zu einer Straße, was uns jedoch vor einige Orientierungsprobleme stellt. Doch die Karte und insbesondere dank der Hilfe des vom "Tramper" mitgeführten GPS-Gerätes gelingt es uns, wieder auf den richtigen Weg zurück zu finden. Nach einer längeren Passage auf der Teerstraße Richtung Ebnit geht es auf fast gleichem Weg wie zu Beginn zurück über Alplochschlucht, Staufensee und Rappenlochschlucht (die letzten beiden auf geringfügig anderer Route) zurück zum Ausgangspunkt, wo eine wohlverdiente flüssige und/oder feste (Apfelstrudel oder Kürbiscrem esuppe) Erfrischung den Abschluss des "Familienausflugs" bildet.

Bild 1: Gruppenbild
Thomas, Ulrike, Simone, Hans, Alfred, Margit

Bild 2: Kaskaden am Schluchteingang

Bild 3: Schluchteingang

Bild 4: Schluchteingang

Bild 5: Rappenlochschlucht

Bild 6: Rappenlochschlucht

Bild 7: Rappenlochschlucht

Bild 8: Niedrigwasser am Staufensee

Bild 9: in der Schlucht

Bild 10: in der Schlucht

Bild 11: in der Schlucht

Bild 12: Wassertropfen

Bild 13: Aufstieg im Wald

Bild 14: Kirchli

Bild 15: Wurzelstein
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