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Höchi Flue (354)
Mittwoch 28.03.2012

Anfahrt: Rielasingen - Schaffhausen - Bülach - Regensdorf - Wettingen - Aarau - Aarburg - Egerkingen

Route: Egerkingen - Blüemlismatt - Schlosshöchi - Höchi Flue - Santelhöchi - Sandüberladig - Teulelsschlucht - Allerheiligenberg - Asp - Bärenwil - Blüemlismatt - Egerkingen

Gehzeit: ca. 6:20 h
Egerkingen - Schattenhäuschen ... 0:15 h
Schattenhäuschen - Blüemlismatt ... 0:45 h
Blüemlismatt - Schlosshöchi ... 0:10 h
Schlosshöchi - Höchi Flue ... 0:30 h
Höchi Flue - Santelhöchi ... 0:30 h
Santelhöchi - Sandüberladig ... 0:35 h
Sandüberladig - Sandloch Höhe ... 0:05 h
Sandloch Höhe - Tufftbrunnen ... 0:15 h
Tufftbrunnen - Spritzbrunnen ... 0:20 h
Spritzbrunnen - Allerheiligenrank ... 0:15 h
Allerheiligenrank - Allerheiligenberg ... 0:30 h
Allerheiligenberg - Asp ... 0:30 h
Asp - Rüteli ... 0:05 h
Rüteli - Bärenwil ... 0:10 h
Bärenwil - Blüemlismatt ... 0:45 h
Blüemlismatt - Egerkingen ... 0:40 h

Höhendifferenz: ca. 1000m

Distanz: ca. 21km
        benachbarte Wanderung siehe auch:   23.03.2011 (Mi)     Hornflue (312)




In Egerkingen befragen wir auf der Suche nach einem Parkplatz einen Gemeindepfleger, der gerade seine Arbeit verrichtet. Er empfiehlt uns, das Auto gegenüber der Kirche am Bach abzustellen. An der Kirchenmauer fotografieren wir eine Übsichtstafel der Egerkinger Wanderwege, was sich später als äusserst nützlich erweist.

Schon nach wenigen Metern stehen wir am Ortsrand an einer Felswand, von der stufenweise Wasser in einen kleinen Tümpel herunter plätschert. Gezwungenermassen lassen wir den kleinen Wasserfall links liegen und steigen im Zickzack einen von grünen Sträuchern gesäumten Pfad hinauf.

Nach 5 Minuten stossen wir auf den Pavillon, der schon vom Parkplatz aus zu sehen war. Auf einer Tafel sind die Sponsoren des im Jahre 2000 erbauten Schattenhäuschens aufgeführt. Bereits jetzt haben wir eine tolle Aussicht auf die Ortschaft Egerkingen und auf die Industrieanlagen im Hintergrund.

Höher und höher schlängelt sich der Pfad nach oben und Strauchlücken geben immer wieder einen Blick nach unten frei. Auf einer Tafel lesen wir die Bezeichnung "Solothurner Waldweg" für diesen Pfad. Bei der Mündung des Pfades in einen Wirtschaftsweg stehen drei Richtungen zur Fortsetzung der Wanderung zur Verfügung.

Jetzt bewährt sich das Foto von der Übersichtstafel der Wanderwege, denn auf den Wegweisern stehen nur Zahlen. Da wir die Wegnummern auf der Übersichtstafel nicht beachtet hatten, können wir jetzt auf dem Foto die richtige Wegnummer erfahren. Es ist die Nummer 3, die den Wirtschaftsweg nach links kennzeichnet.

Nach und nach wird der Wirtschaftsweg schmaler und geht schliesslich in einen Pfad über. Im noch blattlosen Laubwald schiessen schon die Bärlauchblätter aus dem Boden. Einen steileren Anstieg bis zu einem breiten Wirtschaftsweg hinauf bewältigen wir über eine Treppe. Wir folgen dem Wirtschaftsweg, der nach links leicht ansteigt und sich nach zwei Minuten gabelt.

Ein in den Baum eingewachsener und etwas verbogener Wanderwegweiser zeigt mit ziemlich verblasster Schrift das Ziel Blüemlismatt an. Über dem benachbarten Haselbrünneli gibt es ein paar Blumen zu fotografieren. Wir folgen ein paar Hundert Meter dem Wirtschaftsweg in Richtung Blüemlismatt, bis wieder ein Wegweiser mit der Nummer 3 die Richtung angibt und uns vom Wirtschaftsweg weg lockt.

Der ausgetretene Pfad endet bald auf einer Bergwiese, doch in der Ferne sind schon die Gebäude von Blüemlismatt zu sehen. Von einer ganzen Herde von Eseln werden wir empfangen. Die Terrasse des Bergasthauses wird für den Besucheransturm hergerichtet, doch für uns ist es noch zu früh um einzukehren.

Gasthaus, benachbartes Bauernhaus und alle Aussenanlagen machen einen sehr gepflegten und liebevoll hergerichteten Eindruck. Vor dem Bauernhaus sind auf mehreren Tischen verschiedene Behältnisse mit Blumen zum Verkauf ausgestellt. Auf einer Tafel ist zu lesen: "Blüemlismatt Lädeli".

In etwa 5 Minuten laufen wir über einen Wiesenpfad zur Schlosshöchi. Auf dem breiten Grat stossen wir auf den Jura-Höhenweg, dem wir jetzt ein Stück weit in östliche Richtung folgen wollen. Im Norden des Grates können wir etwas unterhalb auf die Ruine Alt Bechburg hinunter schauen.

Ganz gemütlich laufen wir nun auf der Höhe auf die Höchi Flue zu, deren Felsen bereits zwischen den Bäumen zu sehen sind. Zehn Minuten können wir die Aussicht auf beiden Seiten des breiten Grates geniessen, bis der Pfad schliesslich in einen jungen Laubwald eintaucht. Die Steigung nimmt zu, der Pfad wird schmaler und steinig.

Hinter den Bäumen sind Abgründe zu erahnen und bald auch zu erkennen. Auf der Südseite sind zwischen Baumlücken senkrechte Felswände zu sehen. Teilweise führt der Pfad knapp an der Felskante vorbei. Am höchsten Punkt der Höchi Flue treffen wir die ersten Wanderer an diesem Tag.

An der Aussichtskanzel erlaubt ein Geländer den Aufenthalt direkt an der Felskante. Panoramatafeln zeigen die vielen Alpengipfel an, die man bei guter Sicht von hier aus sehen könnte. Wegen Dunst sind die Umrisse von Eiger, Jungfrau und Mönch mehr zu erahnen als zu erkennen. Nach einigen Minuten wird die Sitzbank am Gipfel frei, so dass sich unsere Pause noch etwas in die Länge zieht.

Weiter geht es auf der Grathöhe in Richtung Osten, im Norden steil und im Süden senkrecht, bis nach gut 10 Minuten der Abstieg beginnt. Im ZickZack geht es den Waldhang hinunter und nach 20 Minuten kreuzen wir auf der Santelhöchi eine kleine Passstrasse. Leider gibt es auch in der Schweiz Schweine, wie in allen Ländern, die ihren Müll am Strassenrand entsorgen.

In schönster Landschaft stolpern wir über einen Haufen Unrat, wie Bierdosen, Zigarettenschachteln und natürlich Mc Donalds-Becher. Eine saftige Strafe wünscht man in so einem Fall den Verursachern. Ein ordentliches Becherpfand bei Mc Donalds würde die Welt um einiges sauberer machen.

Auf einem Wirtschaftsweg steigen wir nun für eine kurze Zeit leicht an und dann geht es stetig abwärts, bis wir nach 40 Minuten und 2,5 km wohl am lautesten Punkt der Wanderung stehen. An der Position, die auf dem Wanderwegweiser Sandüberladig genannt wird, sehen wir zum Greifen nahe die Autobahnbrücke, die die Teufelsschlucht überquert.

Der Weg macht hier einen Bogen in Richtung Norden, gottseidank von der Autobahn weg. Würde der Wanderwegweiser nicht die Teufelsschlucht (Tüfelsschlucht) mit 10 Minuten Gehzeit anzeigen, wären wir nicht sicher, in die Schlucht zu gelangen, da unser Kartenmaterial keinen deutlich erkennbaren Abstieg aufweist.

Ganz zufällt schauen wir uns nach 250m Schotterweg um und entdecken den Eingang einer Höhle. Schluchtseitig zweigt ein Treppenweg vom Schotterweg ab. Doch zuerst wollen wir die Höhle erkunden. Hinter dem grossen Eingangsschlund verbirgt sich eine Halle, die nach hinten immer flacher wird.

Mit der Taschenlampe erkunden wir die ersten Meter und machen erst kehrt, wie wir mit dem Kopf an der Decke anstossen. Tiefer unten erkennen wir im Taschenlampenlicht einen kleinen Tümpel. Aber die Nässe kommt auch von oben, denn ab und zu erwischt ein Tropfen die Nase oder gar den Nacken.

Über viele Stufen steigen wir in weniger als 5 Minuten in die Teufelsschlucht hinunter. Die Wanderwegweiser sind hier an die überhängende Felswand geschraubt. Da wir uns nicht am Schluchtanfang befinden, sondern von der Seite abgestiegen sind, wollen wir auch einen Teil der Schlucht anschauen, der nicht direkt auf unserer Route liegt.

So laufen wir erst mal in Richtung Hägendorf, entlang triefender Felswände, über Eisentreppen hinunter, vorbei an kleineren Wasserfällen und über mehrere kleine Brücken. Erst wie wieder die Autobahnbrücke in Sicht kommt, drehen wir um und laufen Richtung Nordwesten nach Allerheiligenberg hinauf.

Nach dem Treppenabstieg, den wir herunter gekommen waren, fallen uns besonders die mit Moos überwachsenen Felsbrocken auf. Den Springbrunnen, den wir an der Einmündung des Wanderpfades in einen Wirtschaftsweg antreffen, kennen wir schon von einer früheren Wanderung.

Damals waren wir den Wirtschaftsweg nach rechts abgebogen, jetzt wollen wir weiter der Schlucht folgen und biegen nach links ab. Eine viertel Stunde lang erleben wir nun eine sehr abwechslungsreiche Schlucht, die an mehreren Stellen nur durch die angebrachten Eisenstege passierbar ist.

Bei Allerheiligenrank mündet der Schluchtweg zunächst in die Spitzkehre einer Autostrasse, doch die Schlucht ist noch nicht zu Ende. Auf der anderen Strassenseite folgt der Pfad weiter dem nun ausgetrocknete Bachverlauf. Wieder helfen Eisenstege über so manches Hindernis.

Erst nach einer weiteren viertel Stunde läuft die Schlucht aus und endet schliesslich auf einer Wiese. Am Berghang sind die Häuser von Allerheiligenberg zu sehen. Auf dem Weg dort hin verliert sich die Spur auf der Wiese und wir laufen spurlos auf den nächsten Wanderwegweiser zu.

Noch wollen wir nicht glauben, dass die Ruhetage, von denen wir unterwegs auf einer Tafel lesen konnten, von der Bergwirtschaft tatsächlich eingehalten werden. Erst wie wir am Eingang der Bergwirtschaft das hässliche Wort "Ruhetag" lesen, stirbt die Hoffnung endgültig. Trotzdem setzen wir uns für eine Pause ein paar Minuten auf der Terrasse der Gastwirtschaft nieder.

Dann treibt uns die fortgeschrittene Uhrzeit weiter. Nur wenige Hundert Meter später passieren wir das geöffnete Cafe der Klinik Allerheiligenberg, doch unsere Pausenzeit ist leider bereits aufgebraucht. Von weitem haben wir es schon gesehen, jetzt laufen wir dicht daran vorbei, am 5-beinigen Monster aus Metall. Was die übergrosse Skulptur darstellen soll, weiss nur der Künstler.

Noch ein letzter Blick auf Allerheiligenberg und hinunter bis zur Stadt Olten, dann geht es über die Wiese auf der anderen Seite der Anhöhe hinunter. Am Ende der Wiese zeigt eine Markierung auf einen Waldweg, der von Waldarbeitern auf einer Strecke von mehreren Hundert Metern mit Tannenreisig zugedeckt wurde. Da müssen wir drüber.

Ab dem Ende des Waldes ist der Wirtschaftsweg wieder frei. Lang und gerade führt er leicht abwärts, direkt auf das Anwesen Asp zu. Mit Interesse beobachten wir die Schweizer Fahne, die oft mit einer Einkehrmöglichkeit verbunden ist. Nicht so in diesem Fall. Wir biegen bei Asp links ab, folgen dem Wirtschaftsweg, passieren Rüteli, wo der Weg einen Rechtsbogen macht.

Auf einem Asphaltsträsschen laufen wir auf den Weiler Bärenwil zu. Da dieser Weiler auf der Wanderkarte mit mehreren Häusern aufgeführt ist, wächst wieder die Hoffnung auf eine Einkehrmöglichkeit. Erneut werden wir enttäuscht, denn das Lokal leistet sich die gleichen Ruhetage (Mo, Di, Mi) wie die Nachbarn.

Wir erinnern uns an Blüemlismatt, wo uns eine Einkehrmöglichkeit sicher ist. Das gibt neuen Auftrieb, den wir auch dringend nötig haben. Ab Bärenwil fordert nämlich ein letzter Aufstieg von über 100 Höhenmeter die letzten Reserven. Besonders die letzten steilen Meter auf dem laubbedeckten Waldpfad fallen schwer.

Am Waldrand legen wir eine kurze Trinkpause ein und schauen auf den nahen Höhenzug, auf dem wir am Morgen bereits den Jura-Höhenweg begangen hatten. Vorbei an einem riesigen, qualmenden Holzhaufen, verursacht durch einen Waldarbeiter, erreichen wir den Höhenweg in wenigen Minuten.

Gemütlich laufen wir auf den Höhenweg leicht abwärts, immer die Ruine Alt Bechburg vor Augen. Über die Schlosshöchi erreichen wir das Berggasthaus Blüemlismatt in einer viertel Stunde. Die Terrasse ist gut besetzt, aber der schönste Tisch ist für uns frei. Endlich kommen wir zur lang ersehnten Einkehr.

Den Abstieg nach Egerkingen von immerhin fast 400 Höhenmetern schaffen wir nach der Einkehr in weniger als einer dreiviertel Stunde, auf dem vom Aufstieg bekannten Weg.

Bild 1: Schattenhäuschen

Bild 2: Wasserfall bei Egerkingen

Bild 3: Wasserfall bei Egerkingen

Bild 4: Schattenhäuschen

Bild 5: Pfad über Egerkingen

Bild 6: Egerkingen

Bild 7: Solothurner Waldweg

Bild 8: aufgespiesst

Bild 9: Weggabelung

Bild 10: alter und neuer Wegweiser

Bild 11: Haselbrünneli

Bild 12: Fotomotiv über dem Haselbrünneli

Bild 13: Gasthaus Büemlismatt

Bild 14: Bauernhof Böüemlismatt

Bild 15: Blüemlismatt Lädeli

Bild 16: Blumengefäss

Bild 17: Alt Bechburg

Bild 18: Gratweg zur Höchi Flue

Bild 19: Gratweg zur Höchi Flue

Bild 20: Wanderwegweiser Höchi Flue

Bild 21: Blick von Höchi Flue zum Roggen

Bild 22: Blick von Höchi Flue zum Roggen

Bild 23: Berner Alpen im Dunst

Bild 24: Industrie Egerkingen

Bild 25: Aussichtskanzel Höchi Flue

Bild 26: Oberbuchsiten

Bild 27: Industriegebäude

Bild 28: Alpemblume

Bild 29: Alpemblume

Bild 30: Sube Brunne auf der Santelhöchi

Bild 31: Sumpfdotterblumen

Bild 32: Höhle auf der Sandloch Höhe

Bild 33: Höhleninneres mit Blick zum Ausgang

Bild 34: Höhlentümpel

Bild 35: Höhlenausgang

Bild 36: Höhlenwand

Bild 37: Abstieg in die Teufelsschlucht

Bild 38: Steg in der Teufelsschlucht

Bild 39: in der Teufelsschlucht

Bild 40: in der Teufelsschlucht

Bild 41: in der Teufelsschlucht

Bild 42: in der Teufelsschlucht

Bild 43: in der Teufelsschlucht

Bild 44: in der Teufelsschlucht

Bild 45: bemooste Felsbrocken

Bild 46: bemooste Felsbrocken

Bild 47: Spritzbrunnen

Bild 48: Spritzbrunnen

Bild 49: Steg in der Teufelsschlucht

Bild 50: Kasse in der Teufelsschlucht

Bild 51: Steg in der Teufelsschlucht

Bild 52: Teufelsschlucht

Bild 53: Teufelsschlucht

Bild 54: Teufelsschlucht

Bild 55: Teufelsschlucht

Bild 56: Teufelsschlucht

Bild 57: Teufelsschlucht

Bild 58: Teufelsschlucht

Bild 59: Silberblatt

Bild 60: in der Teufelsschlucht

Bild 61: Kuh leckt sich das Maul

Bild 62: Bergwirtschft Allerheiligenberg

Bild 63: Nachtwächter

Bild 64: Allerheiligenberg

Bild 65: Stählernes Monster

Bild 66: versteckter Waldweg

Bild 67: Asp

Bild 68: Bärenwil

Bild 69: Waldarbeit

Bild 70: Waldarbeit

Bild 71: Alt Bechburg

Bild 72: Zahnwurz

Bild 73: Baum frisst Wegweiser

Bild 74: Abstieg nach Egerkingen

Bild 75: Abstieg nach Egerkingen

Bild 76: Egerkingen

Bild 77: Schattenhäuschen

Bild 78: Egerkingen
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