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Sa. 31.05.2003, Muttersberg, Hoher Frassen
Hirzli, Planggenstock (43)
Samstag 24.05.2003

Anfahrt: Rielasingen - Konstanz - Wil - Wattwil - Ricken - Niederurnen (460m)

Route: Niederurnen - Morgenholz - Schwinfärch - Hirzli (1641m) - Planggenstock (1675m) - Muesalp - Mettmen - Bodenberg - Morgenholz (982m)

Gehzeit: ca. 5:30 h

Höhendifferenz: ca. 1200m

Distanz: ca. 13km




Nach einer halben Stunde Wartezeit müssen wir leider einen Kameraden, der nicht zum vereinbarten Treffpunkt erschienen ist, zurücklassen. Am Ausgangspunkt der Wanderung, der Talstation einer kleinen Seilbahn in Niederurnen beschließen wir nicht ganz einstimmig aber mehrheitlich, der Aufstiegshilfe zu trotzen, und nehmen den Fußweg entlang der Seilbahn. Dieses Bonbon heben wir uns für den Rückweg (abwärts) auf. Erst folgen wir einem alten Fahrsträßchen, biegen dann aber ab, in den Wald. Steile Treppchen entlang eines rauschenden Wildbaches mit vielen kleinen Wasserfällen bringen schnelle Höhenmeter. Bereits nach einer Stunde sind wir an der Bergstation der Seilbahn. Ein kleines Stück verfolgen wir den Skulpturenweg. Am Wegesrand sind Baumstümpfe zu Tierfiguren geschnitzt. Nach ein paar weiteren Höhenmetern über Waldloses Gelände erreichen wir die Alm Schwinfärch, wo bereit die erste Pause gewünscht wird. Von hier aus geht der Weg bald wieder in den Wald. In weiten Serpentinen führt dann ein bequemer, nicht all zu steiler, breiter Weg bis hinauf zum Gipfel des Hirzli. Die Bäume am Wegesrand wurden durch Menschenhand enthauptet, als ob für Wanderer freie Sicht geschaffen werden sollte. Die leider etwas diesige Witterung erlaubt aber trotzdem eine Sicht auf den Walensee und viele bekannte Gipfel der Umgebung. Auf dem Gipfel sitzt bereits eine andere Wandergruppe, aber auf den drei Sitzbänken ist auf für uns Platz. Ein kühler Wind zwingt uns in unsere dickeren Jacken. Die Rundumsicht, jetzt auch auf den Zürichsee, entschädigt uns für den kühlen Wind. Im Osten ist der luftige Grat zwischen Hirzli und Planggenstock zu sehen, den wir nach einer Pause entlang balancieren wollen. Auch den steilen Planggenstock sehen wir, keine Ahnung, wie wir auf seinen Gipfel gelangen sollen, aber er steht auf dem Programm. Endlich oder leider wird die Pause auf dem Hirzli als beendet erklärt und spätestens am Wegweiser, der Schwindelfreiheit verlang, fragt sich der Eine oder Andere: "Warum bin ich nicht zuhause geblieben?". Jammern nützt nichts, da müssen wir jetzt durch, und so schlimm ist es dann doch nicht. Meistens ist der Pfad mindestens einen halben Meter vom Abgrund entfernt. Und an den wenigen Stellen, an denen es beidseitig wenige Hundert Meter in die Tiefe geht, ist der Pfad immerhin tischbreit. Kein Grund zur Panik für Schwindelfreie, und den Anderen wachsen die Arme bis zum Boden. Von der Tiefe abgesehen ist der Pfad ein wunderschöner Weg an den wildesten Felsformationen vorbei. Eine besonders heikle Stelle ist mit Drahtseil versichert. Nach dem Hochsteigen über ein paar Stufen durch eine Felsspalte steht plötzlich das Gipfelkreuz des Planggenstocks vor uns. Wir sind stolz auf uns, und der Blick zurück zum Hirzli ist beeindruckend. Wieder ist eine Rast angesagt. Zeit um die umliegenden Gipfel zu identifizieren. Der Weiterweg führt nochmals über einen ähnlichen Grat in luftiger Höhe. Aber wir sind ja inzwischen schon einiges gewöhnt. Oberhalb der Muesalp endet die Gradwanderung. Von nun an geht es bergab. Zuerst über eine Wiese, d ann über einen breiten Waldweg durch das idyllische Niederurnental. Einen kurzen Halt machen wir noch an einer sehr schönen Blockhütte, die gelegentlich wohl auch bewirtschaftet ist. An der Bergstation der Seilbahn bilden wir zwei Grüppchen, die Laufwilligen und die Knieschoner. Die Letzteren fahren mit der Seilbahn für 8,- SFR 500 Höhenmeter hinunter nach Niederurnen. In der Seilbahn treffen wir einen älteren Einheimischen, der heute seinen fünfzigsten Eintrag in das Gipfelbuch des Hirzli gemacht hat. Gratulation!

Bild 1: Wasserfälle unterhalb Morgenholz

Bild 2: Holz vor der Hütt'n, im Hintergrund Wageten
Figuren am Rande des Skulpturenweges


Pilze

Auerhahn

Specht

Eichhorn

Bild 3: Holzbär am Skulpturenweg

Bild 4: Alm Schwinfärch, Chöpfenberg im Hintergrund

Bild 5: Blick vom Hirzli zum Walensee

Bild 6: Blick zur Rautispitz (2283m)

Bild 7: Brüggler, Chöpfenberg und Planggenstock

Bild 8: auf dem Hirzli (1641m)

Bild 9: Schattenkreuz, Bilten und Schänis im Tal

Bild 10: blauer Enzian

Bild 11: Gratweg Hirzli - Planggenstock

Bild 12: Gratweg Hirzli - Planggenstock

Bild 13: Gipfelkreuz Planggenstock (1675m)

Bild 14: Hirzl und Weg nach Ober/Unter Nideren
Unterm Gipfelkreuz des Planggenstocks (1675m)


Bild 15: Alfred, Anne, Jürgen, Sigrid, Sigfried

Bild 16: Alfred, Anne, Jürgen, Sigrid, Jürgen

Bild 17: Einstiegskamin zum Planggenstock (unten), Hirzli im Hintergrund

Bild 18: Gipfelkreuz Planggenstock

Bild 19: Gradweg Planggenstock - Muesalp

Bild 20: Gradweg Planggenstock - Muesalp

Bild 21: Weg zwischen Muesalp und Morgenholz

Bild 22: ein Wanderer aus dem Vollen geschnitzt

Bild 23: Blockhaus bei Mettmen

Bild 24: Wasserfälle bei der Talstation der Seilbahn
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