Von Bregenz aus führt eine Seilbahn auf den mehr als 600 Meter höheren Gipfel des Pfänders. Wir aber entscheiden
und für die schmale Strasse, die sich von Lochau 7 km den Berg hinauf schlängelt. Um 10:00 Uhr stehen gerade mal zwei
Wohnmobile auf dem gebührenpflichtigen Parkplatz. Die scheinen aber schon die ganze Nacht dort zu stehen. Letzte Schneereste
umsäumen die freien Parkplatz. Die Wanderung beginnt ganz gemächlich auf einem asphaltierten Strässchen, das bis
zur Siedlung Hub nur wenige Höhenmeter verliert. Nach einer Abzweigung scheint der Weg im Hof eines Anwesens zu enden. Aber
hinter dem Haus finden wir wieder Wegmarkierungen. Über Wirtschaftswege durchstreifen wir bewaldetes Gebiet. In mancher
schattigen Lichtung haben noch ein paar kleinere Schneefelder die wärmenden Sonnenstrahlen überstanden. An einem kleinen
Waldhäuschen lesen wir auf einer Holztafel die Aufschrift "Dampfsäge". Durch den schattigen Wald steigt der Weg wieder
an, bis wir schliesslich die sonnig gelegene Hirschberg-Alm erreichen. Zwei winterfeste Sitzbänke laden zur Rast ein.
Möglicherweise rasten hier an warmen Sommertagen sehr viele Wanderer. Im Vorfrühling sind wir jedoch alleine.
Fünfzig Höhenmeter trennen uns noch vom Gipfel des Hirschbergs, der laut Hinweistafel in zehn Minuten zu erreichen
ist. Über sonnige Wiesen marschieren wir an eine kleinen Kapelle vorbei zum Gipfelkreuz. Unzählige Gipfel des
Allgäus und der Schweiz reihen sich um uns herum auf. Nur wenige davon können wir identifizieren. Nach kurzer
Pause laufen wir in südwestlicher Richtung weiter bis zum romantisch gelegenen Gehöft Ahornach. Stetig geht es
bergab, bis in einem Tobel ein kleiner Wasserfall vor unseren Augen auftaucht. Unweit des Wasserfalls überqueren wir
über eine Brücke den Sägebach und begleiten seinen Lauf noch ein Stück in Richtung Süden, bis ein
Wegweiser berauf zum Pfänder zeigt. Ein steiler Anstieg fordert unsere letzte Puste. Unerwartet bald erreichen wir
die Höhe des Parkplatzes, von wo aus wir vor wenigen Stunden losgegangen waren. Einen kleinen Abstecher zum Pfändergipfel
wollen wir noch machen. Im Gegensatz zur bisherigen Ruhe begegnen uns hier trotz Wochentag relativ viele Spaziergänger,
die sich bequem mit der Seilbahn von Bregenz auf den Pfändergipfel transportieren lassen haben. Eine Panoramatafel hilft uns,
die umliegenden Berge identifizieren zu können.